Einsparpotenziale für das Treibhausgas

Nachwuchswissenschaftlerin der TU Hamburg auf der H2Expo

07.06.2011

Christina Wulf
Christina Wulf
Foto: TUHH/Jueschke

Wo liegen die größten Einsparpotenziale für das Treibhausgas? Im Straßenverkehr jedenfalls sind es nach Meinung von Christina Wulf von der TU Hamburg die Batterie-elektrischen- und Wasserstoff-elektrischen Antriebe, die für umweltfreundlichere Fahrten stehen. Auf der Internationalen Konferenz und Fachmesse für Wasserstoff, Brennstoffzellen und elektrische Antriebe am 8. und 9. Juni in Hamburg wird die Nachwuchswissenschaftlerin der TU Hamburg als eine von 70 Rednern die Ergebnisse ihrer vergleichenden Studie vortragen. Wirtschaftssenator Frank Horch wird die Konferenz in der Messe eröffnen.

Christina Wulf spricht am zweiten Konferenztag, am 9. Juni, in der Session “Hybrid systems and key components”. In ihrem 20-minütigen Vortrag wird die Diplomingenieurin am Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Martin Kaltschmitt die Ergebnisse einer vergleichenden Studie über die ökologischen Auswirkungen – Treibhausgas-Emissionen – unterschiedlicher Antriebskonzepte darlegen. Vor dem Hintergrund der internationalen Bemühungen die THG-Emissionen zu reduzieren, kommt dem Verkehr eine entscheidende Rolle zu. Dieser ist zu 20 Prozent für die THG-Emissionen verantwortlich und bietet im Vergleich zu anderen Sektoren hohe Reduktionspotenziale. Dafür stehen verschiedene Optionen zur Verfügung.

Die einfachste Form sei der Einsatz von Biokraftstoffen, weil dieser Wandel wenig Umrüstung bei den Autos verursache und bei der Distribution auf bestehende Strukturen zurückgegriffen werden könne. „Jedoch sollten diese Kraftstoffe längerfristig eher in Flugzeugen etc. und nicht in PKW eingesetzt werden, weil für diese Transportmittel keine Alternativen zur Verfügung stehen“, sagt sie. Bei PKW böten sich außer den erwähnten Biokraftstoffen auch Batterie-elektrische- und Wasserstoff-elektrische Antriebe an.

Je nach Rohstoff für die Elektrizitäts- beziehungsweise Stromproduktion böten diese beiden Technologien ein sehr großes Einsparpotenzial bezüglich der THG-Emissionen. Um dies näher zu analisieren, wird Wulf in ihrem Konferenzbeitrag einen Vergleich ziehen zwischen Batterie-elektrischen Fahrzeugen, angetrieben mit dem deutschen Strommix sowie einem regenerativen Strommix, und Wasserstoff-elektrischen Fahrzeugen, deren Wasserstoff aus der Elektrolyse der genannten Strommixe und aus der klassischen Erdgas-Reformierung sowie der Biomasse-Vergasung stammt. Als Referenz dazu werden außerdem ein Diesel- und ein Benzinfahrzeug erwähnt.

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Prof. Dr.-Ing. Martin Kaltschmitt
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