Mit neuen Technologien zur umweltgerechten Stadt

Neue Professur an der TU Hamburg

29.04.2011

ProfessorStephan Köster auf dem Campus der TU Hamburg
Professor Stephan Köster auf dem Campus der TU Hamburg
Foto: TUHH

Mit einem weltweit hochrelevanten Zukunftsthema mit viel Potential für universitäre Spitzenforschung in nationalen und internationalen Kontexten beschäftigt sich seit Kurzem an der TU Hamburg-Harburg Stephan Köster. Der promovierte Bauingenieur aus Aachen folgte dem Ruf auf die neue Professur „Städtisches Umweltmanagement“ am Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz als Nachfolger von Prof. Dr.-Ing. Uwe Neis.

Kösters Schwerpunkt ist die Erforschung innovativer urbaner Umwelttechnologien. Sein Ziel ist die Entwicklung neuer Technologien für eine dauerhaft umweltgerechte Stadt. Dabei geht es zum einen um die Verbesserung des städtischen Umwelt- und Ressourcenschutzes und zum anderen angesichts des demografischen sowie klimatischen Wandels um die Reduktion der Vulnerabilität urbaner Räume. Die prognostizierten Auswirkungen des Klimawandels können Gebiete mit hoher Siedlungsdichte besonders treffen und machen diese gegenüber klimatischen Extremen entsprechend „verletzbar“.

Wie im Zuge einer umweltgerechten Stadtplanung beziehungsweise der Weiterentwicklung städtischen Raumes die Gefahren infolge von Naturereignissen auf ein Mindestmaß reduziert werden können, ist eine der neuen Aufgabenstellungen am Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz. Dabei wird sich der 39-jährigen Wissenschaftler nicht allein auf entwickelte Regionen konzentrieren, sondern auch im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit mit Schwellen- und Entwicklungsländern an gemeinsamen Lösungen arbeiten, wobei China einen Schwerpunkt bilden wird.

Stephan Köster hat an der RWTH Aachen Bauingenieurwesen mit der Vertiefung Siedlungswasserwirtschaft, Grundbau und Bodenmechanik studiert. Im direkten Anschluss an sein Studium war er drei Jahre in einem Ingenieurbüro in Bonn tätig und arbeitete unter anderem in Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit – vornehmlich in Projekten zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung in Afrika. Im Jahr 2000 kehrte er an die Aachener Hochschule zurück und promovierte 2004 über die Flockenschicht-Filtration in der Abwasserreinigung.

Vor seiner Rufannahme zum 1. März 2011 an die TUHH war Köster sieben Jahre Oberingenieur am Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen. Während dieser Zeit baute er unter anderem die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre mit der Tsinghua Universität in Peking und der Sichuan Universität in Chengdu in China weiter aus. Seit 2004 ist Köster Gastprofessor an der Sichuan Universität.

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