Start für das Hauptgebäude der TU Hamburg-Harburg

Grundsteinlegung mit Hamburgs Erstem Bürgermeister

16.09.2010

Grundsteinlegung mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Christoph Ahlhaus (Mitte),  Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach, TUHH-Präsident Prof. Edwin Kreuzer (2. v. links), Architekt Meinhard von Gerkan (links), TUHH-AStA Vorsitzender Jonathan Barth (2. v. rechts), Henning Tants, Vorstandsvorsitzender der Sprinkenhof AG (3. v. rechts) und Walter Conrads, Vorsitzender des Hochschulrats der TUHH
Grundsteinlegung mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Christoph Ahlhaus (Mitte),  Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach, TUHH-Präsident Prof. Edwin Kreuzer (2. v. links), Architekt Meinhard von Gerkan (links), TUHH-AStA Vorsitzender Jonathan Barth (2. v. rechts), Henning Tants, Vorstandsvorsitzender der Sprinkenhof AG (3. v. rechts) und Walter Conrads, Vorsitzender des Hochschulrats der TUHH
Foto: TUHH/Jupitz

Hamburgs Erster Bürgermeister, Christoph Ahlhaus, hat am Freitag, 17. September, den symbolischen Grundstein für das Hauptgebäude der TU Hamburg-Harburg am Schwarzenberg gelegt. Zu diesem offiziellen Start der Bauarbeiten waren mehr als 250 Gäste, darunter ranghohe Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gekommen.

Außer dem Ersten Bürgermeister hielten auch TUHH-Präsident Professor Edwin Kreuzer sowie der Architekt Professor Meinhard von Gerkan und der Vorsitzendes des AStA der TUHH, Jonathan Barth, eine Ansprache. Unter den Gästen waren auch Hamburgs Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach sowie der Vorstandssprecher der Sprinkenhof AG, Henning Tants, Moderator des Festaktes, sowie die Mitglieder des TUHH-Hochschulrates Walter Conrads sowie August-Wilhelm Henningsen und weitere ranghohe Vertreter aus der Wirtschaft und der Politik. Die Grundsteinlegung fand auf der Sohle des geplanten Neubaus im Ostteil statt.

Das als denkmalwürdig eingestufte Gebäude wird von Grund auf saniert und mit einem Neubau sowie einem Vorbau zu einem attraktiven Gesamtkomplex ergänzt. Mit diesem Umbau der Kaserne erhält die TUHH erstmals ein zentrales Hauptgebäude und damit zugleich ein sichtbares Eingangstor zum Campus - vor allem aber dringend benötigte studentische Flächen. Das gesamte Bauvorhaben wird bis Herbst 2012 abgeschlossen sein.

Auf den Innenausbau des historischen Ostflügels mit etwa 800 Quadratmetern Hauptnutzfläche muss aus Kostengründen vorerst verzichtet werden.

Die Pläne für diesen Umbau der aus dem Jahre 1880 stammenden Pionierkaserne in ein modernes Universitätsgebäude hat das Hamburger Architektenbüro von Gerkan, Marg und Partner entworfen.

Die Kosten für das gesamte Bauprojekt belaufen sich auf 25,8 Millionen Euro, wovon 10 Millionen Euro im Rahmen des Konjunkturprogramms II des Bundes und 4 Millionen Euro aus Studiengebühren finanziert werden. 3700 Quadratmeter Hauptnutzfläche erhält die TUHH, davon stehen 1000 Quadratmeter für das studentische Lern- und Kommunikationszentrum zur Verfügung, das an sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag geöffnet sein wird. Platz dafür entsteht im ersten und zweiten Stockwerk, im dritten und vierten Geschoß werden das Präsidium und die Präsidialverwaltung einziehen.

In die kupferne Röhre bei der Grundsteinlegung kamen drei Tageszeitungen, Münzen, Pläne und eine laser-erzeugte 3D-Darstellung des Hauptgebäudes
In die kupferne Röhre bei der Grundsteinlegung kamen drei Tageszeitungen, Münzen, Pläne und eine laser-erzeugte 3D-Darstellung des Hauptgebäudes
Foto: TUHH/Jupitz

Als Erstes entsteht im Ostteil der würfelförmige Neubau in der durch eine Bombe im Zweiten Weltkrieg gerissenen Baulücke. Parallel dazu erfolgt die Grundsanierung der historischen Bausubstanz sowie ein Vorbau im Westteil. Die Fertigstellung ist für Ende 2011 geplant. Dann stehen den Ingenieurstudenten im Lern- und Kommunikationszentrum 18 neue Lern- und Übungsräume sowie weitere Einzelarbeitsplätze zur Verfügung stehen. Zudem wird es in einem großen Raum 16 PC-Arbeitsplätze geben. Das Erdgeschoss wird durch eine vier Meter breite Galerie in zwei Bereiche geteilt: Auf Höhe der Galerie und in Richtung Schwarzenbergstraße wird ein großer Multifunktionsraum mit variabler Trennwand mit bis zu 44 Einzelarbeitsplätzen entstehen. Etwa 1,80 Meter unterhalb der Galerie werden das Foyer und die Terrassen ebenerdig angesiedelt. Die Eingangshalle bietet eine große Veranstaltungs- und Kommunikationsfläche mit loungeartiger Atmosphäre.

Zu den Besonderheiten des Bauvorhabens zählt eine höchst aufwändige Innendämmung, die als Mindestwärmeschutz bei Bestandsbauten vorgesehen ist. Der Einbau einer zusätzlichen Heizung wird jedoch nicht erforderlich sein, da das TUHH-Blockheizkraftwerk noch ausreichend freie Leitungsreserven zur Verfügung stellen kann.

Nahezu abgeschlossen ist die mit dem Erhalt der historischen Bausubstanz verbundene Schwammsanierung. Der Dachstuhl wird aufgrund des Hausschwammes und Pilzbefalls komplett erneuert und die Geschossdecken vollständig durch Betondecken ersetzt. Mit diesen Arbeiten wurde im Mittelbau bereits begonnen.

Bauherr ist die Behörde für Wissenschaft und Forschung. Die Sprinkenhof AG (SpriAG) ist mit dem Baumanagement beauftragt. Die Firmen gmp und Obermeyer erbringen als Generalplaner Architekten- und Ingenieurleistungen.

Rückblick: Die TUHH hatte 2006 erstmals einen eigenen Raum- und Finanzierungsplan für einen Neubau auf dem Schwarzenberg in Höhe von 14 Millionen Euro vorgelegt. 2008 sollte mit dem Bau begonnen und seine Fertigstellung 2010 abgeschlossen sein. Dieser Plan für einen Neubau, den die TUHH nahezu vollständig aus Eigenmitteln finanziert hätte, war jedoch beim Denkmalschutzamt Hamburg auf Widerspruch und im politischen Raum im Wahlkampf 2008/09 auf Zurückhaltung gestoßen. Anfang 2009 einigten sich die bis vor Kurzem amtierende Kultursenatorin Karin von Welck und die damals neue Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach darauf, den denkmalgeschützten Gebäudebestand weitestgehend zu erhalten. Die kostengünstigere Lösung wäre ein Verzicht auf Denkmalschutz und Abriss der Kaserne mit anschließender Errichtung eines Neubaus gewesen.


TUHH - Public Relations Office

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