Mein erster Arbeitsplatz:

Karl Tyss entwickelt Software für medizintechnische Geräte in Hamburg

07.09.2010

TUHH-Absolvent Karl Tyss
TUHH-Absolvent Karl Tyss
Foto: Thomas Rokos

Studium - und was kommt dann? Wir stellen in dieser Folge drei von mehr als 300 Absolventen 2010 der TUHH vor, heute: Karl Tyss. Seit vergangenem September arbeitet der junge Ingenieur als Softwareentwickler bei der Eppendorf Instrumente GmbH in Hamburg.

Im Rahmen seiner Diplomarbeit hat er ein Steuerungssystem für ein neues Laborgerät entwickelt, das zum Beispiel für DNA-Analysen eingesetzt wird. Dieses automatische Programm ermöglicht das Ansteuern mehrerer Aufgaben in zuvor festgelegter hierarchischer Abfolge. Karl Tyss hat Informatikingenieurwesen studiert und seine Diplomarbeit - mit dem Titel "Untersuchung und Implementierung eines hybriden Echtzeitsystems auf Basis des Linux-Kernels" - in Zusammenarbeit mit der Hamburger Firma Eppendorf Instrumente GmbH geschrieben.

Ausschlaggebend für seine Entscheidung, an der TUHH zu studieren, waren seine ersten Eindrücke während eines Informationstags an der TUHH. Auf Initiative seiner Schule, dem Gymnasium Kaiser-Friedrich-Ufer in Hamburg, hatte er verschiedene Universitäten sowie Fachhochschulen in Norddeutschland besichtigt, und sich am Ende für die TUHH entschieden. "Hier hat es mir auf Anhieb so gut gefallen", sagt Tyss. Gerade die Kombination von Informatik und Ingenieurwissenschaften innerhalb eines Studiengangs, wie es an der TUHH typisch und in Deutschland einmalig ist, habe ihn gereizt. Tyss: "Dadurch habe ich gelernt, die Theorie der Informatik auch gleich anzuwenden". Genau das sei es auch, was Firmen von den jungen Ingenieuren auch erwarteten: gute theoretische Grundlagenkenntnisse und die Fähigkeit, diese in der Praxis umzusetzen.

Zum Studium sagt Tyss: "Der Stundenplan war manchmal schon ziemlich voll, aber das Durchkämpfen hat sich gelohnt. Besonders die Vorlesung "Mathematik 3" im Grundstudium sei ihm schwer gefallen und die Prüfung darin habe er erst im dritten Anlauf bestanden. Tyss: "Anscheinend musste ich erst einmal lernen, für eine Prüfung zu lernen." Rückblickend ist der 29-Jährige überzeugt, "dass mir die Rückschläge, die es durchaus gegeben hat, geholfen haben, gezielter zu arbeiten." Besonders im Gedächtnis sind ihm die kleinen Erfolgserlebnisse geblieben, wenn selbst schwierige Prüfungen nach wochenlangem intensivem Lernen bestanden wurden. "Das stärkt die Leistungsbereitschaft", sagt Tyss, der die Berufsaussichten für Studienabsolventen der TUHH mit "gut" bewertet.

Text: Lena Wulfmeyer


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