28 000 Euro teures Analysegerät für Studenten der TUHH

Knauer GmbH spendet Hochdruck-Flüssigkeits-Chromatographen

10.07.2010

Mattias Röhr (v.l.n.r.), Bastian Kannengiesser, Dr. Alexander Bünz, Jost Wellensiek, Prof. Dr. Edwin Kreuzer, Prof. Dr. Rudolf Müller, Prof. Dr. Andreas Liese und Prof. Dr. An-Ping Zeng
Mattias Röhr (v.l.n.r.), Bastian Kannengiesser, Dr. Alexander Bünz, Jost Wellensiek, Prof. Dr. Edwin Kreuzer, Prof. Dr. Rudolf Müller, Prof. Dr. Andreas Liese und Prof. Dr. An-Ping Zeng
Foto: TUHH / Jupitz

Ob Kaffee, Rotwein, Olivenöl oder Eis - "Smartline" trennt jede Substanz in seine einzelnen Bestandteile und identifiziert so zum Beispiel Reste von Pestiziden in Olivenöl. Damit angehende Verfahrenstechniker den Umgang mit diesem Hochdruck-Flüssigkeits-Chromatographen (HPLC) bereits im Studium und nicht erst in der beruflichen Praxis lernen, hat die Firma Wissenschaftliche Gerätebau Dr. Ing. Herbert Knauer GmbH der TUHH ein modernes Analysegerät dieses Typs gespendet. Dr. Alexander Bünz, Geschäftsführer der Knauer GmbH in Berlin und Alumnus der TUHH, überreichte die 28 000 Euro teure HPLC-Anlage der Marke Smartline am Freitag, 9. Juli, im Praktikumsraum der Verfahrenstechnik an Prof. Dr. Andreas Liese.

Knauer entwickelt und produziert Chromatographie-Geräte für unterschiedliche Aufgaben in Laboren - zum Beispiel für die Quantifizierung oder Isolierung gelöster Stoffe in Flüssigkeiten mit komplexer Zusammensetzung. Zu den Klassikern unter den Spezialgeräten gehören unter anderen die Ultrahochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie für Drücke bis 1000 bar sowie die analytische und präparative HPLC. Diese Systeme finden weltweit Anwendung in der Forschung und Entwicklung sowie in der Qualitätskontrolle und in Produktionslaboren. Einsatzgebiete sind die pharmazeutische und medizinische Forschung, die Analyse von Lebensmitteln und von Erzeugnissen der Petrochemie, Feinchemie sowie der Umweltanalytik.

"Wir wollen die Studierenden früh an die interdisziplinäre Forschung, wie sie für die TUHH typisch ist, heranführen. Durch die Geräte-Spende von Knauer haben die angehenden Ingenieure in Grundpraktika die Möglichkeit, moderne Analysemethoden an der Schnittstelle von Chemie und Verfahrenstechnik kennen zu lernen", sagt Prof. Dr. Andreas Liese anlässlich der Überreichung der Geräte-Spende im Beisein des Studiendekans Verfahrenstechnik, Prof. Dr. An-Ping Zeng, sowie Vertretern der Fachschaft Verfahrenstechnik. "Der Umgang mit modernen Analysegeräten ist für angehende Ingenieure sehr wichtig. Wir freuen uns, mit dem HPLC-System die Lehre bereichern zu können", sagte Dr. Alexander Bünz. Der Geschäftsführer der Knauer GmbH ist ein Alumnus der TUHH. Bünz hatte in den 80er-Jahren Verfahrenstechnik an der TUHH studiert und sich dort als einer der ersten Doktoranden 1992 auch promoviert. Ein ausführliches Interview mit Dr. Alexander Bünz lesen Sie in der März-Ausgabe 2010 des TUHH-Hochschulmagazins Spektrum. http://www.tu-harburg.de/tuhh/aktuelles/spektrum.html

An der TUHH wurde 2009 auf Initiative des Leiters des Instituts für Technische Biokatalyse Prof. Dr. Andreas Liese aus Studiengebühren ein eigener Praktikumsraum für Studierende eingerichtet. Regelmäßige Praktika während des vierten und fünften Studiensemesters sind seitdem für Bachelor-Studenten der Bioverfahrenstechnik Pflicht. In diesem Rahmen werden die angehenden Verfahrenstechniker künftig auch den Einsatz des HPLC Systems Smartline, einem Klassiker unter den modernen Analysegeräten, kennenlernen. So wird bereits im Bachelor-Studium der Umgang mit vergleichsweise teuren Laborgeräten erlernt und die Praxis der chemischen Analyse in der (Bio)Verfahrenstechnik geübt.


TUHH - Pressestelle

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