Starker Auftritt auf der Nortec

TUHH mit Lasertechnik und vielfältigen Programmen zur Nachwuchswerbung auf Norddeutschlands führender Fachmesse für industrielle Produktionstechnik und Metallverarbeitung.

27.01.2010

Gespräche mit Studieninteressierten auf der NORTEC
Gespräche mit Studieninteressierten auf der NORTEC
Foto: TUHH / Christian Schnabel

Gleich mehrfach ist die TUHH in diesem Jahr vom 27. bis 30. Januar während der Nortec auf der Hamburger Messe vertreten, dem Branchentreffpunkt im Norden für Metallverarbeitung und Produktionstechnik. So werden die Laserexperten neueste Verfahren der Schweißtechnik in Kombination mit Robotern präsentieren. Der ingenieurwissenschaftlich interessierte Messebesucher kann außerdem auf der Messe zum Beispiel einen Industrie-Roboter programmieren, an einer Fräse des "DLR_School_Lab Luftfahrt" arbeiten, im Wettstreit mit dem Kollegen "Computer" die Rennautos einer Carrera-Bahn Autos steuern, an einem Flugsimulator den Anflug auf Hamburg üben. Gezeigt werden zudem die Funktionsweise eines Quadrokopters, Innovationen aus der Medizintechnik, miteinander vernetzte Messgeräte, und kleine Roboter, die der Messebesucher selbst konstruieren und programmieren kann. Kurz: Die Ingenieurwissenschaften und die Nachwuchsförderprogramme der TUHH zeigen sich in Halle B1 auf dem Nortec-Campus von vielfältigster Seite.

Ganz gezielt an den Nachwuchs ab Klasse 10 richten sich die von TUHH-Mathematikprofessor Wolfgang Mackens organisierten Angebote auf dem Nortec-Campus. Vertreter der Wirtschaft und Wissenschaft der Metropolregion Hamburg werden den hohen Stellenwert von Mathematik, Physik und Informatik für die Gesellschaft anschaulich mit neuester Technik demonstrieren und in Einzel- und Gruppengesprächen über die vielfältigen beruflichen Perspektiven naturwissenschaftlich-technisch interessierter Schüler informieren. Wer wissen möchte, wo man sich nach seinem Schulabschluss in Norddeutschland auf diesem Gebiet weiterbilden, und was in Zeiten doppelter Abiturjahrgänge getan werden kann, um trotz steigender Bewerberzahlen einen Ausbildungsplatz zu bekommen, ist dort speziell an den Nachmittagen des 28. und 29. Januars an der richtigen Adresse. Und am Sonnabend, 30. Januar, ist der Campus für Kinder ab der 5. Klasse und ihre Eltern sowie Freunde und Bekannte geöffnet. Alle Besuche des Campus sind unentgeltlich, solange der Karten-Vorrat reicht, was man bei der Anmeldung über www.nortec-campus.de leicht erfährt.

Den Einsatz von Lasern als Schweißwerkzeug der Zukunft demonstriert das TUHH-Institut für Laser- und Anlagensystemtechnik. Die neuartige Technologie, die unter anderem im Karosseriebau Anwendung findet und im neuen Laser Zentrum Nord weiter entwickelt werden soll, kombiniert die Lasertechnik mit Robotern, die durch zwei Kameras ähnlich gut wie ein Mensch sehen. Der Roboter erkennt die Bauteile mit ihren Schweißpunkten und dirigiert den Strahl des Laserscanners über einen Spiegel direkt ins Ziel. Auf der Nortec wird dieses High-Tech-Produktionssystem für den Karosseriebau als Modell sowie in Vorführungen der Grundoperationen auf dem Sonderstand "Laserinnovationen" vorgestellt. Zum Auftakt der Messe am Mittwoch, 27. Januar, 9 Uhr wird Hamburgs Wirtschaftssenator Axel Gedaschko gemeinsam mit TUHH-Professor Claus Emmelmann die Innovation in der Produktionstechnik präsentieren.

Emmelmann ist Geschäftsführer des Laser Zentrum Nord, in dem lasergestützte Systemlösungen für das Zusammenfügen von Stahlelementen im Karosseriebau, Flugzeug- und Schiffbau erforscht werden. Daran beteiligt sind zehn Partner: das Institut für Lasertechnik und das Institut für "Konstruktion und Festigkeit von Schiffen", drei Fraunhofer-Institute und drei Laser-Maschinenbauer, die Werft Blohm & Voss und der Germanische Lloyd. 12,5 Millionen Euro stehen für die Entwicklung der weltweit einzigartigen Technologie zur Verfügung, die langfristig für neuartige Produktentwicklungen im Schiff- aber auch Fahrzeug- und Maschinenbau zur Verfügung stehen soll. Das Zusammenschweißen großer Schiffsrümpfe erfolgt- anstelle der von Hand geschweißten Nähte - durch Laserschweißen. Dieses Vorgehen ist nahezu verzugsfrei, besonders schnell und reduziert die Kosten um bis zu 30 Prozent.


TUHH - Pressestelle

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