Hamburg-Harburg ist 2009 "Ort im Land der Ideen"

03.12.2008

Professor Garabed Antranikian
Professor Garabed Antranikian

Zu den 365 Siegern 2009 des bundesweiten Wettbewerbs gehört auch die Initiative Industrielle Biotechnologie Nord

Die Initiative Industrielle Biotechnologie Nord (IBN) mit Professor Garabed Antranikian von der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) als Sprecher gehört zu den Gewinnern des bundesweiten Wettbewerbs "Ort im Land der Ideen" 2009. Am 24. Juni kommenden Jahres wird die IBN als länderübergreifende Initiative zum weiteren Ausbau der Weißen Biotechnologie als eine "Ort im Land der Ideen" in Hamburg bei der TuTech GmbH ausgezeichnet.

Mehr als 2000 Bewerbungen von Unternehmen, Forschungsinstituten, Kunst- und Kultureinrichtungen, sozialen Projekten und Initiativen lagen für 2009 vor. Der seit 2006 veranstaltete Wettbewerb "Deutschland - Land der Ideen" steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler. Jeder Preisträger erhält die Gelegenheit, seine innovative Idee an einem Tag im Jahr der Öffentlichkeit im Rahmen einer Veranstaltung vorzustellen. Für die IBN und seine Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft ist dies der 24. Juni 2009. "Als Ort der Ideen kann die Weiße Biotechnologie im Norden Flagge zeigen", sagt Antranikian, der an der TUHH das Institut für Technische Mikrobiologie leitet.

Im Labor
Im Labor

Ziel des norddeutschen Netzwerks für Industrielle Biotechnologie ist es, neue Kooperationen und Initiativen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft anzustoßen. Dies geschieht im ersten Schritt durch die Einrichtung von Expertengruppen, die spezifische Themenfelder wie "Weiße Biotechnologie" oder "Bioraffinerie" vorantreiben. Ein Jahr nach Gründung der IBN macht sich nach Aussagen von Dr. Ralf Grote, Mitarbeiter am Institut für Technische Mikrobiologie der TUHH, die Zusammenarbeit im norddeutschen Verbund bereits bezahlt: So startet Anfang kommenden Jahres ein Bioraffinerie-Projekt. Außerdem gewann die IBN mit weiteren Partnern aus dem gesamten Bundesgebiet den BMBF-Clusterwettbewerb BioIndustrie 2021.

Als interdisziplinäre Querschnittstechnologie profitiert die Weiße Biotechnologie in besonderem Maße von einer intensiven Zusammenarbeit von Experten verschiedenster Fachrichtungen in vernetzten Strukturen. Ein solches Netzwerk in den fünf norddeutschen Bundesländern wurde mit der Initiative Industrielle Biotechnologie Nord (IBN) geschaffen. Mit der Gründung von IBN im November 2005 haben die Länder Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Niedersachsen die Weichen gestellt, um ihre wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Aktivitäten auf dem Gebiet der Industriellen Biotechnologie zu vernetzen und sich in der Politik sowie den Förderinstitutionen Gehör zu verschaffen. Kräfte zu bündeln und Synergien zu nutzen, ist ein wichtiges Anliegen der in IBN zusammengeschlossenen Experten aus den fünf norddeutschen Ländern.

Weitere Informationen:
Dr. Ralf Grote
TU Hamburg-Harburg
Technische Mikrobiologie
Tel.: 040/ 42878-3336


TUHH - Public Relations Office

Fax: +49 40 428 78 2366