Bronze bei Olympia - Medaille im Segeln für TUHH- Studenten

20.08.2008

Olympia-Bronzemedaille für Jan (links) und Hannes Peckolt.
Olympia-Bronzemedaille für Jan (links) und Hannes Peckolt.

TUHH-Student Jan-Peter Peckolt und sein Bruder Hannes haben bei den Olympischen Spielen im 49er eine Bronzemedaille gewonnen. Für die deutschen Segler ist es die erste Olympia-Medaille seit acht Jahren - und eine Premiere für die TUHH. Noch nie zuvor in der 30-jährigen Geschichte hat ein Student als Mitglied des deutschen Nationalteams an einer Olympiade teilgenommen und eine Medaille erhalten. TUHH-Präsident Prof. Dr. Edwin Kreuzer gratulierte dem erfolgreichen Duo zu dieser grandiosen Leistung.

"Das war einer der schönsten Tage in unserem Leben, aber die Anspannung ist noch nicht ganz abgefallen", kommentierten die Brüder Peckolt am Montag in der Hafenstadt Qingdao, dem Austragungsort der olympischen Segelwettbewerbe, ihren olympischen Erfolg.

Ausgerechnet am letzten Wettkampftag hatten auf dem Gelben Meer außergewöhnlich extreme Wetterbedingungen geherrscht, die die dänische Mannschaft zu einer höchst ungewöhnlichen Maßnahme zwang: Die in Führung liegenden Skandinavier waren bei diesem Sturmrennen mit bis zu zwei Meter hohen Wellen auf dem Weg zum Start gekentert, dabei war der Mast ihres 49ers gebrochen. In letzter Minute stiegen sie in das Boot der nicht am Finalrennen teilnehmenden Kroaten und wurden in den Ergebnislisten auf Platz eins geführt. Der Wettfahrtleitung lagen mehrere Proteste vor, viele Nationen stellten das gesamte Rennen in Frage. Erst kurz vor Mitternacht gab das Wettkampfgericht seine Entscheidung bekannt und damit den Sieg der Skandinavier. "Wir haben den siegreichen Dänen sofort gratuliert und halten die Entscheidung der Jury sportlich für die einzig Richtige. Wir freuen uns riesig über unseren dritten Platz." Mit diesen Worten kommentierten die Peckolts auf ihrer Homepage die Entscheidung der Jury. Silber bekamen die Spanier Iker Martinez und Xabier Fernandez.

Bevor die Peckolts ins Trainingslager aufgebrochen waren, hatten sie die Frage, was ein Olympiasieger haben müsse, so beantwortet: "Sein seglerisches Können im Olympiatrubel voll abrufen." Kein Zweifel, genau dies ist den in Ludwigshafen geborenen Peckolts, die mittlerweile in Norddeutschland ihr zweites Zuhause haben, voll gelungen. Sie hatten sich gut selbst eingeschätzt: "Wir gehören zwar nicht zu den Top-Favoriten aber zum erweiterten Kreis von etwa zehn Teams, die eine Medaille gewinnen könnten." Klar, dass mit Bronze ein Traum in Erfüllung gegangen ist.

Steuermann Jan, 27 Jahre alt, studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der TUHH, sein eineinhalb Jahre jüngerer Bruder Hannes Medizin Kiel. Sein nächstes Ziel nach Olympia? "Zuerst mein Studium abschließen. Dann möchte ich als Ingenieur im Bereich regenerativer Energien arbeiten", erfährt man auf der Homepage der Spitzenathleten.

Seit 14 Jahren segeln die Brüder Peckolt gemeinsam in einem Boot. Jan-Peter Peckolt, genannt Pit, und sein Bruder begannen nach dem Karriere-Start im Optimisten gemeinsam in der Nachwuchsklasse 420er. Im Jahr 2000 wechselte das Geschwister-Team dann in das spektakuläre olympische 49er-Skiff. Vor vier Jahren hatten die "Peckis" noch eine Niederlage in der nationalen Olympia-Ausscheidung für Athen gegen Marcus Baur und Max Groy einstecken müssen. Aber die Brüder aus Mannheim bilden mittlerweile ein perfekt eingespieltes Team und besiegten den Routinier und zweimaligen Olympiateilnehmer Baur diesmal im Kampf um die Olympiafahrkarten.

See also: www.peckolt.de


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