Referenzuniversität TUHH: Hochschulmarketing erfordert mehr Autonomie und Standortmarketing

24.01.2001

Eine erfolgreiche Bilanz zieht die Technische Universität Hamburg-Harburg nach Abschluss des Förderprojekts "Reformuniversitäten" des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft

Auf dem Weg zu einer maßgebenden Modellhochschule ist Marketing für die TUHH zu einem entscheidenden Faktor geworden. Im Förderprogramm des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft wurde die TUHH 1997 als Referenzuniversität ausgezeichnet.

"Marketing hat für die TUHH eine umfassende Bedeutung. Es wirkt in allen Bereichen der Planung für die Positionierung im internationalen Bildungsmarkt. Unserem Ziel, uns an vorderster Stelle im Markt der Technischen Hochschulen zu platzieren, sind wir in den letzten Jahren ein ganzes Stück näher gekommen," kommentierte der Präsident der TUHH, Prof. Dr.-Ing. Christian Nedeß anlässlich der abschließenden Präsentation beim Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in Bonn.

Mit ihrem Marketingkonzept "ThinkING." warb die TUHH in den letzten drei Jahren erfolgreich um Studienanfängerinnen - und -anfänger. Ihre Zahl konnte in diesem Zeitraum um über 50 Prozent gesteigert werden. Gemessen an den jahrelang sinkenden Bewerberzahlen in anderen Technischen Universitäten konnte die TUHH ihre Bedeutung als ingenieurwissenschaftliche Ausbildungsstätte mit hoher Anziehungskraft beweisen. Darüber hinaus errang die TUHH im Jahr 2000 den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für das beste Auslandsmarketing.
Viele einzelne Ergebnisse des Projektes werden nachhaltig die strategische Planung der TUHH unterstützen: neben einem einheitlichen Auftritt mit neuem Logo, einheitlich gestalteten Informationsmaterialien, Messeständen etc., der Festlegung von Forschungsfeldern sind weitere Maßnahmen geplant: die stetige Verbesserung der Informationsarbeit und des Services, die Einführung multimedialer Lehr- und Lernformen, der Ausbau von Forschungsaktivitäten und -netzwerken.

Trotz der Erfolge sieht die TUHH weiterhin Handlungsbedarf für die Politik: "Das Marketing einer Hochschule muss befreit werden von hinderlichen Bedingungen für die Einwerbung von zusätzlichen Mitteln. Unser Sponsor- und Werbekonzept appelliert an die Politik, mit uns in einen Dialog einzutreten. Und wir möchten den Bürgerinnen und Bürgern zeigen, dass es sich lohnt in eine Spitzenhochschule zu investieren. Aber der Staat ist auch gefordert, uns durch Standortmarketing national und international zu unterstützen", so Prof. Christian Nedeß.


TUHH - Pressestelle
Ingrid Holst
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