TUHH: Haushaltsbefragungen zum Verkehrsverhalten in Neubaugebieten

26.04.2001

Der Verkehr im Großraum Hamburg wächst von Jahr zu Jahr. Die täglichen Wege der Menschen in der Region zu ihrer Arbeit, zum Einkauf, zur Schule oder zu Freunden sind in den letzten Jahren im Durchschnitt immer länger geworden. Außerdem verlaufen die Wege der Bürger längst nicht mehr nur nach dem einfachen Schema "morgens rein in die Stadt und abends wieder raus". Am stärksten wächst der Verkehr quer zu den großen Achsen der Straßen- und Schienennetze.

Einer der Hintergründe dieser Veränderungen ist die große Anzahl neu gebauter Häuser in der Region. Auch wenn oft nur wenige Wohnungen gleichzeitig an einer Stelle entstehen, haben sich über die Jahre die Verkehrsanforderungen der Bürger im Großraum Hamburg stark verändert. Für sinnvolle Planungen der Verkehrssysteme fehlt es daher oft an realistischen Daten über die aktuellen Verkehrsbedürfnisse der Menschen.

Um diese Informationslücke zu schließen führen Wissenschaftler der TUHH ab 5. Mai eine Haushaltsbefragung durch. "Wir werden Menschen in neugebauten Wohnungen anschreiben und bitten, uns einige Angaben zu Ihren täglichen Wegen zu machen." erklärt Eckhard Kutter, Professor für Verkehrsplanung an der TUHH. Dabei sei es wichtig, erklärt er weiter, dass sich möglichst viele der angeschriebenen Haushalte beteiligen. Nur so entstehe ein realistisches Bild vom Verkehrsgeschehen in den verschiedenen Teilräumen der Region.

Bei der anonymen Befragung geht es gleichermaßen um Wege mit dem Auto, der Bahn, dem Bus, zu Fuß oder mit dem Rad geht. Mit den Ergebnissen will die TUHH die Verkehrsplanung in bestehenden und künftigen Neubaugebieten in der Region verbessern.

Ansprechpartner an der TUHH ist Jens-Martin Gutsche (Tel.: 040/42878-3904).



TUHH - Pressestelle
Ingrid Holst
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