Stärkung der Life Science in Europa - Konferenz zur Biomechanik an der TUHH

18.03.2005

Die Stärkung der Life Science in Hamburg und Europa ist Ziel einer großen Konferenz zur Biomechanik in Hamburg. Vom 17. bis 19. März werden an der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) die 4. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biomechanik (DGfB) in Verbindung mit der "Biomechanica" stattfinden.

Staatsrat Roland Salchow von der Behörde für Wissenschaft und Gesundheit begrüßt die Konferenzteilnehmer offiziell im Rahmen eines Festaktes am Freitag, 18. März, um 8.30 Uhr im Audimax I, Schwarzenbergstraße 95.

TUHH-Präsident Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Christian Nedeß und Prof. Dr. Michael Morlock, Präsident der DGfB und Leiter des Arbeitsbereichs Biomechanik, sowie Prof. Dr.-Ing. Erich Schneider, Direktor des AO Forschungsinstituts, werden außerdem die Gäste willkommen heißen.

Den Festvortrag hält Prof. Dr. med. Klaus Küttner aus Chicago. Er war 15 Jahre Direktor des amerikanischen National Institutes of Health im Bereich der Gelenkarthrose und wird in Hamburg im Rahmen seines Vortrages zur Problematik des Knorpelgewebes sprechen.

150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, dem europäischen Ausland sowie den USA werden auf der internationalen Tagung erwartet. Die Konferenz wird gemeinsam vom Arbeitsbereich "Biomechanik" in der TUHH und dem Forschungsinstitut der AO Stiftung in Davos ausgerichtet.
Im Vordergrund der dreitägigen Veranstaltung stehen Themen aus den Bereichen Gelenkersatz, Tissue Engineering, Wirbelsäule und Gefäßersatz. Ingenieure und Ärzte, Biologen und Sportwissenschaftler werden ihre Erfahrungen auf genannten medizintechnischen Gebieten austauschen und über neue Entwicklungen berichten.

In Hamburg gehört die Biomechanik als ein Fachgebiet innerhalb der Life Science zu den Clustern der "Wachsenden Stadt". Prof. Dr. Michael Morlock: "Die interdisziplinäre Struktur der TUHH hat entscheidend zur positiven Entwicklung der Biomechanik in der Hansestadt Hamburg beigetragen." Die einzigartige Kompetenz-Bündelung zwischen Theoretikern und Praktikern, Ingenieuren und Ärzten fördere nachweislich die Entwicklung medizintechnischer Innovationen in Norddeutschland.

Deutsche Gesellschaft für Biomechanik DGfB
Die Gesellschaft wurde vor sieben Jahren gegründet. Ziel ist, die Wissenschaft der Biomechanik in der Biologie, Medizin, Tiermedizin, den Ingenieurwissenschaften und im Sport zu verankern. Die DGfB hat mehr als 200 Mitglieder.
http://www.biomechanics.de/dgbiomech/ziele.html

"Biomechanica" Symposien
Die "Biomechanica" Symposien wurden 1991 vom damaligen TUHH-Wissenschaftler Prof. Erich Schneider initiiert. Ziel war und ist es ein Diskussionsforum für biomechanische Aspekte des Bewegungsapparates zu bieten und den Austausch zwischen Klinikern, Entwicklern und Forschern zu fördern. Die bis heute viermal in Hamburg oder Davos ausgerichteten Symposien können in enger Nähe zur Idee des "Zentrums für Biomechanik" in der Hansestadt an der TUHH gesehen werden.
http://www.tu-harburg.de/bim/

Zentrum für Biomechanik
Das Zentrum an der TUHH und der Universitätsklinik Eppendorf (UKE) wurde 1998 mit dem Ziel der Stärkung des Forschungs- und Wirtschaftsstandortes Hamburg eingerichtet. Innovationen auf dem Gebiet der Knochen-und Gelenkchirurgie in engem Kontakt zwischen klinischen Anwendern und den beteiligten theoretischen Disziplinen hervorzubringen, ist Aufgabe dieses Zentrums. Allein in Hamburg werden jährlich 15 000 bis 20 000 Eingriffe durchgeführt, bei denen Implantate aus Metall, Keramik oder Kunststoff in Form von Gelenk-und Bandersatz, Stütz- oder Fixationssystemen zum Einsatz gelangen. Materialien zur Implantation sowie Methoden zur Operation werden gleichermaßen durch die Erkenntnisse der Biomechanik, den Werkstoffwissenschaften, der Informatik und Messtechnik sowie der Konstruktions-und Fertigungstechnik optimiert.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Michael Morlock
040/ 42878-3053


TUHH - Pressestelle

Fax: +49 40 428 78 2366