Fossile Brennstoffe haben Zukunft

09.04.2005

TUHH- Wissenschaftler spricht zur Eröffnung der Hannover-Messe direkt vor der feierlichen Eröffnung mit Bundeskanzler Gerhard Schröder und seinem russischen Kollegen, Präsident Vladimir Putin

Prof. Dr.-Ing. Alfons Kather ist am Sonntag, 10. April, Gast des "Wirtschaftsforums" auf der Hannover Messe. Der Wissenschaftler der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) wird direkt vor der offiziellen Eröffnungsfeier mit Bundeskanzler Gerhard Schröder und dem russischen Präsidenten Vladimir Putin auf Einladung der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften e.V. im Rahmen einer Podiumsdiskussion zur Bedeutung fossiler Brennstoffe als Energieträger der nahen Zukunft Stellung beziehen.

Kather gilt in Deutschland als anerkannter Experte für Kraftwerks-Technologien. Nach Einschätzung des Wissenschaftlers werden fossile Brennstoffe auch in Zukunft eines der wichtigsten Standbeine bei der Stromerzeugung in Deutschland sein. Selbst wenn der Ausstieg aus der Kernenergie nicht vollzogen würde, werde die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen künftig weiterhin eine tragende Rolle spielen. Die Kohle bleibe die Nummer eins. Dies gelte gerade auch im Hinblick auf die weltweite Stromversorgung. Nur auf diese Weise ließe sich der zu erwartende enorme Anstieg des Stromverbrauchs in "wirtschaftlich zumutbarer Weise" gestalten.
"Aufgrund ihrer unschlagbaren Vorteile hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und besonders der Versorgungssicherheit sind wir langfristig auf die Kohle angewiesen", sagt Kather. Allein um die Stromversorgung durch die nur flukturierend zur Verfügung stehenden regenerativen Energien Windenergie und Photovoltaik sicherzustellen seien fossile Brennstoffe unverzichtbar.

Zum anerkannten Schwachpunkt fossiler Energieträger, den CO2-Emissionen, sagte der Wissenschaftler:" Allein durch den Austausch von alten Kraftwerksblöcken durch solche nach dem heutigen Stand der Technik, könnten die jeweiligen CO2-Emissionen um etwa 30 Prozent gesenkt werden." Daneben werde die Entwicklung von Verfahren verfolgt, mit denen auch das CO2-abgeschieden werden könne, damit die Rauchgase, welche das fossil gefeuerte Kraftwerk verlassen, kaum noch mit Emissionen behaftet seien.


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