Preis der Metall- und Elektro-Industrie 2003

13.11.2003

Arbeitgeberverband NORDMETALL:
Preis der Metall- und Elektro-Industrie 2003 verliehen

Mit dem Preis der Metall- und Elektro-Industrie (M E) 2003 des Arbeitgeberverbandes NORDMETALL wurden am Donnerstag, dem 13.11.2003, zwei Absolventen der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) ausgezeichnet. Der Jahrespreis wurde 1986 vom Arbeitgeberverband NORDMETALL mit dem Ziel gestiftet, wissenschaftlich hervorragende und durch ihre Anwendungs- und Praxisnähe ausgewiesene Diplom- und Doktorarbeiten von Absolventen der TU Hamburg-Harburg auszuzeichnen.

Dipl.-Ing. Nicolas Ducat erhält die Auszeichnung für seine Diplomarbeit "Robuste Regelung gelenkintegrierbarer Schwenkantriebe".

Dr.-Ing. Jochen Schröder erhält die Auszeichnung für seine Dissertation "Modelling, State Observation and Diagnosis of Quantised Systems".

"Der Preis der Metall- und Elektro-Industrie ist ein Zeugnis und Zeichen guter Zusammenarbeit zwischen der TUHH, der regionalen Wirtschaft und dem Arbeitgeberverband NORDMETALL - beispielgebend auch für andere wissenschaftliche Einrichtungen und Industrie-verbände. Durch diese Preisverleihung setzt NORDMETALL ein Zeichen, wie wichtig die enge Zusammenarbeit der Universitäten mit der Industrie für unsere Wirtschaft ist.

Wenn ich mir allerdings die wirtschaftliche Lage der Metall- und Elektro-Industrie (M E) ansehe, so ist festzuhalten, dass das Schlüsselproblem unserer Unternehmen die in vielen M E-Bereichen nicht mehr ausreichende Wettbewerbsfähigkeit ist. Nur wenn es gelingt, deutsche M E-Erzeugnisse durch Kosteneinsparungen wettbewerbsfähiger zu machen, wird es wieder nachhaltig aufwärts gehen. Dafür müssen die sozial- und steuerpolitischen Strukturreformen auf den Weg gebracht werden. Vor allem aber brauchen die Unternehmen die Unterstützung durch eine dauerhafte und verlässliche Beschäftigung sichernde und schaffende Tarifpolitik. Einen Fehler wie 2002 - kräftige Lohnerhöhungen im Vorgriff auf einen Aufschwung, der nicht stattgefunden hat - kann sich die Tarifpolitik nicht noch einmal leisten", so Dr. Joachim Griefahn, Vorstandsmitglied von NORDMETALL.

"Die Technische Universität Hamburg-Harburg pflegt gute Kontakte zu den Verbänden und Vereinen zwecks Intensivierung der Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft. Beide brauchen einander. Der Preis der Metall- und Elektro-Industrie ist ein sichtbares Zeichen dafür", betonte der Präsident der TUHH, Professor Dr.- Ing. Dr. h.c. Christian Nedeß.

Den Festvortrag im Rahmen der feierlichen Preisverleihung hielt Walter Conrads, Sprecher der Geschäftsführung der Philips GmbH, zum Thema "Bildung - Rohstoff für Innovation und Wachstum".

Die Laudationes auf die Preisträger hielten Prof. Dr.- Ing. Jan Lunze (Universität Bochum) und Prof. Dr.- Ing. Monika Ivantysynova (TUHH).

Die Verleihung des Preises nahm der Vorsitzende des NORDMETALL-Kuratoriums, Dr. Thomas Klischan, vor.





Dipl.- Ing. Nicolas Ducat und seine Diplomarbeit:
"Robuste Regelung gelenkintegrierbarer Schwenkantriebe".

Energiesparende hydraulische Aktuatorsysteme sind für den Einsatz in mobilen Handhabungsgeräten oder Robotern mit teil- und vollautomatisierten Funktionen vorgesehen. Herr Nicolas Ducat hat im Rahmen seiner Diplomarbeit für einen ventillosen hydraulischen Gelenkantrieb drei unterschiedliche Regelungskonzepte bezüglich ihrer Robustheit untersucht. Auch hat er die Regelungskonzepte in einem im Arbeitsbereich zur Verfügung stehenden Prüfstand aufgebaut und unter verschiedenen Betriebsparametern getestet. Mit seiner Arbeit hat Herr Ducat nachgewiesen, dass sich mit den vorgeschlagenen Regelungskonzepten sowohl eine hohe Positioniergenauigkeit als auch ein schnelles Ansprechverhalten dieser Gelenkantriebe erzielen lässt.


Dr.-Ing. Jochen Schröder und seine Dissertation:
" Modelling, State Observation and Diagnosis of Quantised Systems".

Für die Sicherheit und Zuverlässigkeit technischer Anlagen spielen die Prozessüberwachung und die Fehlerdiagnose eine herausragende Rolle. In der Arbeit wird ein Verfahren entwickelt, um diese bisher manuell vom Bedienpersonal gelösten Aufgaben zu erleichtern. Die entwickelte Diagnosemethode kann für unterschiedliche Systeme wie mechatronische Fahrzeugkomponenten oder verfahrenstechnische Prozesse gleichermaßen angewendet werden. Wissenschaftliches Neuland wurde bei der einheitlich ereignisdiskreten Behandlung hybrider Systeme betreten, wobei zur Beschreibung der technischen Anlage ein stochastischer Automat eingesetzt wird.











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