Infotronik: Neues Ausbildungsprogramm von NORDMETALL und TUHH

25.08.2003

Infotronik:
Neues Ausbildungsprogramm von NORDMETALL und TUHH.
Technikstudium mit Direktanschluss zu Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Norddeutschland

Den Nachwuchs in den Ingenieurwissenschaften zu fördern ist das Ziel des neuen Studienprogramms "Infotronik", das auf Initiative des Nordmetall-Verbandes gemeinsam mit der Technischen Universität Hamburg Harburg (TUHH) konzipiert wurde. Erfolgrei-che Unternehmen des NORDMETALL-Verbandes unterstützen mit gut dotierten Stipendien hochqualifizierte Studierende der beiden TUHH-Studiengänge "Informationstechnologie" und "Informatikingenieurwesen". Die Stipendiaten sowohl des sechssemestrigen Ausbildungweges zum Bachelor der Informationstechnologie als auch des zehnsemestrigen Studiums zum Diplom-Ingenieur in Informatikingenieurwesen werden während der vorlesungsfreien Zeit mehrwöchige Praktikumsphasen in den Betrieben absolvieren.
Ein entsprechender Kooperationsvertrag zwischen NORDMETALL und der TUHH ist heute unterzeichnet worden.

Studierende der TUHH können sich für das Programm direkt bewerben, ab dem kommenden Jahr werden Studienanfängerinnen und -anfänger erstmals in das Infotronik- Programm zur Studienförderung aufgenommen, das sich ausschließlich an besonders leistungsfähige und engagierte Studierende wendet. Vergeben werden jährlich bis zu 20 Plätze. Die Höhe des monatlich gewährten Stipendiums beträgt im ersten Jahr 650 Euro und kann sich bis auf 780 Euro steigern. Die Dauer des Stipendiums richtet sich nach der Regelstudienzeit. Die Rückzahlungspflicht für das Stipendium wird nach erfolgtem Studienabschluss durch die anschließende Beschäftigung im Betrieb monatlich um 1/24 reduziert. Nach zwei Jahren ist jegliche Rückzahlungsverpflichtung erloschen.

Zu dieser neuartigen Form des Engagements der Wirtschaft in der wissenschaftlichen Ausbildung sagte der Vizepräsident der TUHH, Professor Dr. rer. nat. Ulrich Killat: "Wissenschaft und Praxis, norddeutsche Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie und die TUHH treten mit diesem Ausbildungsprogramm in eine neue Etappe ein. Die TUHH schärft ihr Profil weiterhin durch Praxisnähe in modernen Ausbildungsgängen. Unsere Absolventen erhalten dadurch weiteren Rückenwind und stärken die technologische Kompetenz der norddeutschen Region. Die seit Jahren erfolgreiche Zusammen-arbeit zwischen der TUHH und Unternehmen des Verbands NORDMETALL erhält nun durch das erste gemeinsame Ausbildungsprogramm neue Qualität."

Die Informationstechnik bestimmt als Schlüsseltechnologie in wachsendem Umfang und nachhaltiger Weise den privaten und beruflichen Alltag. Internet, Mobiltelefon, digitales Fernsehen, Verkehrs- und Leittechnik, Roboter- und Automatisierungssysteme, Kraftfahrzeug- und Medizinelektronik zeigen beispielhaft, wie umfassend diese Technik sowohl das Privatleben als auch die Arbeitswelt prägen. Die Informationstechnologie hat sich zur tragenden Säule der hochindustriellen Gesellschaft entwickelt.

Dieses Studienkonzept ist ein Baustein aus der Wissens Initiative NORDMETALL.

"Im Rahmen von WIN setzt sich NORDMETALL entlang einer Bildungskurve zu allen Lebens- und Lernphasen für eine altersgerechte, Individualität wie Gemeinsinn fördernde, wirtschaftsnahe und leistungsorientierte lebensbegleitende Bildung ein. Hierzu beteiligt sich NORDMETALL an Institutionen und initiiert bzw. unterstützt geeignete Projekte auf vielfältige Weise", so der stellvertretende Vorsitzende von NORDMETALL und Sprecher der Region Nord der Siemens AG Hamburg, Dirk Obenaus.

Das Gewinnen und Weiterentwickeln von Fachkräften, sei es für qualifizierte Facharbeit oder akademisch geprägte Führungspositionen in den Unternehmen des Verbandes, fordere ein breites Engagement im Rahmen eines Gesamtkonzeptes. Hierzu gehörten kurzfristige Aktivitäten der Personalrekrutierung und gezielten Personalentwicklung, ebenso wie mittelfristige Anstrengungen über gezielte Berufsorientierung, -werbung und -ausbildung oder reformierte bzw. neue Studiengänge. Vor dem Hintergrund der zukünftigen demographischen Entwicklung und auch der erneuten Formulierung schulischer Defizite z.B. durch die PISA-Studie stelle der zu erwartende Wettbewerb um Fachkräfte eine besondere Herausforderung dar. Ihr begegne NORDMETALL mit weiteren, auch langfristig angelegten Initiativen und Kooperationen.

"Handlungsleitendes Ziel ist es, die NORDMETALL Mitgliedsunternehmen über alle Hierarchien und Fachbereiche hinweg mit hochqualifiziertem Fach- und Führungspersonal zu versorgen. Damit ist ein wesentlicher Grundstein für den Erhalt und die Weiterentwicklung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland gelegt", so Obenaus.


TUHH - Public Relations Office
Ingrid Holst
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