"Humanities" im Ingenieurstudium

29.06.2004

Alfred - Toepfer - Auszeichnung für TUHH - Studenten Peter Hildebrandt und Jacob Alexander Strahl

In diesem Jahr werden die jahrgangsbesten Absolventen des Humanities Certificate der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) zum ersten Mal mit der Alfred-Toepfer-Auszeichnung geehrt. Die Ehrung wird von der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und der TUHH Humanities AG gemeinsam verliehen.

Die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung geht 2004 zu gleichen Teilen an Peter Hildebrandt und Jacob Alexander Strahl. Die Ingenieurstudenten haben sich in herausragender Weise mit geistes- und kulturwissenschaftlichen Themen auseinandergesetzt und engagieren sich vorbildlich sowohl innerhalb als auch außerhalb ihrer Hochschule. Die Preisverleihung erfolgt im Beisein der Hamburger Kultursenatorin Karin von Welck
am Donnerstag, 1. Juli, 18 Uhr,
Audimax II der TUHH,
Schwarzenbergstraße 95

Die neue Hamburger Kultursenatorin spricht im Rahmen der Reihe "Begegnungen von Kultur und Technik" über die "Universität als Medium der Kultur - Kulturelle Kompetenz für eine Gesellschaft mit Zukunft".

Die Zimbelspielerin Enikö Ginzery, deren Musik die feierliche Preisverleihung umrahmen wird, ist Stipendiatin der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe.

Peter Hildebrandt (22) und Jacob Alexander Strahl (22), beide aus Hamburg, studieren im vierten Semester Allgemeine Ingenieurwissenschaften, Vertiefungsrichtung Systemtechnik. Beide engagieren sich in der studentischen Selbstverwaltung sowie im Verein Deutscher Ingenieure und unterstützen als Tutoren Erstsemester an der TUHH. Im Urteil der beiden angehenden Ingenieure ist das Humanities Certificate eine "notwendige Ergänzung" ihres ingenieurwissenschaftlichen Studiums.

"Ich möchte die Gesellschaft mitgestalten und nicht nur passiv erdulden", sagt Hildebrandt. Während er lernte, einen Kurzfilm zu drehen, sich in einem Ethik-Seminar mit dem Thema "Biowaffen und der Rolle des Ingenieurs" auseinandersetzte und eine Studie über den "Einfluss der Medien auf die Entwicklung der Gesellschaft" schrieb, hat sich Jacob Alexander Strahl im Fach "Humanities" intensiv mit der Technik des Tiefdrucks beschäftigt, sich in der Kunst des Improvisationstheaters geübt und ein aus dem 16. Jahrhundert stammendes Gemälde des holländischen Malers Hendrick van Steenwijk interpretiert.

Mit dem Fach Humanities unter Leitung von Prof. Dr. phil. Margarete Jarchow wird die Ingenieurausbildung an der TUHH um geistes- und kulturwissenschaftliche Lehrinhalte erweitert. Ausländische wie deutschsprachige Studierende der TUHH und des privaten Northern Institute of Technology (NIT) setzen sich in Vorlesungen und Seminaren, Workshops und Exkursionen mit philosophischen und kulturhistorischen Fragen sowie Themen aus dem Bereich der Kunst auseinander und lernen so auch Inhalte und Strukturen der Geisteswissenschaften während ihres ingenieurwissenschaftlichen Studiums kennen.

Das Humanities Certificate: Aus ausgewählten Veranstaltungen des Humanities Curriculums wurde 2003 mit großzügiger finanzieller Unterstützung der Claussen-Simon-Stiftung ein spezielles englischsprachiges Veranstaltungsangebot zum Humanities-Certificate-Curriculum zusammengestellt. Dazu zählen unter anderem Seminare aus dem Zyklus "European Culture" sowie "Humanities and Gender", "Ethics for Engineers", Exkursionen und Kreativ-Workshops.

Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. fördert den wissenschaftlichen wie den künstlerischen Nachwuchs auf vielfältige Weise und ist bemüht, den Kreis ihrer Kooperationspartner zu erweitern. Aus dem Wunsch der Nachwuchsförderung insbesondere auf dem Gebiet der Verbindung von Technik und Kultur ist die Alfred-Toepfer-Auszeichnung für das beste Humanities-Certificate entstanden.


Für Rückfragen:
Prof. Dr. Margarete Jarchow
040 86 84 40
Email: Jarchow@tuhh.de

Dr. Annekatrin Gall
Presse- und Kulturreferentin
Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
Tel.: 040 33 402-17
Fax: 040 33 58 60
Email: gall@toepfer-fvs.de


TUHH - Pressestelle

Fax: +49 40 428 78 2366