30 Jahre Technische Universität Hamburg-Harburg - innovativ und international

23.05.2008

Festakt des Akademischen Senats und Sommerfest am 28. Mai auf dem Campusgelände

Am 28. Mai feiert die Technische Universität Hamburg-Harburg ihr 30-jähriges Bestehen. Auf den Tag genau vor 30 Jahren trat das Gesetz zur Errichtung der Technischen Universität Hamburg-Harburg in Kraft. Dieses war am 12. Mai von allen Fraktionen der Bürgerschaft Hamburg verabschiedet worden, vorausgegangen war eine jahrzehntelange Debatte. Aus Anlass der Gründung lädt der Präsident der TUHH, Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. E.h. Edwin Kreuzer, um 14 Uhr zu einer feierlichen Sitzung des Akademischen Senats in das Audimax II ein.

Den Festvortrag hält der Präsident der Technischen Universität München, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang A. Hermann. Sein Thema: "Die Technische Universität des 21. Jahrhunderts im globalen Wettbewerb". Zum Auftakt und Ausklang des Festaktes mit geladenen Gästen musiziert das Orchester der TUHH SymphonIng.
Bereits um 13 Uhr beginnt auf dem südlichen Campusgelände das jährliche Sommerfest der TUHH.

Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan schickte der TUHH anlässlich des 30-jährigen Bestehens ihre Glückwünsche: "Möge die TUH als eine der jüngsten Universitäten in Deutschland auch in Zukunft so erfolgreich wirken - in Forschung, Wissenschaft und Lehre." Mit ihrem Leitmotiv, Technik für den Menschen zu entwickeln, leiste die TU technische Innovationen zum Nutzen der Gesellschaft. Ihre interdisziplinäre und internationale Ausrichtung bezeichnete die Ministerin als "vorbildhaft".

"Mein Ziel ist es, die TUHH zur besten Technischen Universität in Norddeutschland zu entwickeln", sagt Prof. Dr.-Ing. Edwin Kreuzer, erster vom Hochschulrat gewählter und fünfter TUHH-Präsident. "Die TUHH in das Ranking der besten Technischen Universitäten in Deutschland und Europa zu führen, und sie im internationalen Markt stabil in der Gesellschaft der weltweit anerkannten besten Hochschulen zu etablieren, ist meine Vision." Erste sichtbare Zeichen auf dem Weg dorthin ist die in seiner Amtszeit vorgenommene Modernisierung der TUHH-typischen fächerübergreifenden Forschungsschwerpunkte (FSP). Diese auf Intitiative der Wissenschaftler neu geformten FSP gründen auf sechs - mit Blick auf die regionalen Erfordernisse definierte - strategische Forschungsfelder: Biotechnologie und Lebenswissenschaften; Informations- und Kommunikationstechnik; Logistik und Hafenwirtschaft; Luftfahrt; Schiffs- und Meerestechnik, Hafenbau und Küstenschutz; Energie, nachwachsende Rohstoffe und Umwelt.

Nach jahrzehntelangen lebhaften Debatten über das Für und Wider, die Struktur und den Standort einer zweiten Universität in Hamburg, ging die TUHH schließlich 1978 an den Start - mit einem damals einzigartigen Konzept: Eine Matrixstruktur fördert Interdisziplinarität, Forschung und Lehre werden eng verknüpft. Die FSP bildeten die Grundlage der elf Studiengänge für die geplanten 2500 Studierenden.

Heute studieren fast doppelt so viele angehende Ingenieure in derzeit neun Diplom-, neun Bachelor- und 21 Master-Studiengängen an der TUHH, die mit fast 100 Professoren und etwa 1100 Mitarbeitern auch einer der größten Arbeitgeber in Hamburgs Süden ist. Die Lehre ist mit der Forschung vernetzt, und die jährlich bis zu 600 TUHH-Absolventen haben hervorragende Arbeitsmarktchancen. Mehr als 80 junge Ingenieure und Ingenieurinnen promovieren jedes Jahr an der TUHH. Der 1000. Promovend hat im April mit der Bestnote abgeschlossen. Mit 25 Prozent Studierenden aus mehr als 100 Ländern zählt die TUHH zu den internationalsten Hochschulen Deutschlands.

"Hamburg kann mit Genugtuung auf die TUHH schauen, sie startete mit einem einzigartigen Gründungskonzept, das bis heute prägend für den Geist, Elan und Erfolg der TUHH ist. In diesem Sinne hat die TUHH ein eigenständiges Profil unter den Universitäten in Deutschland", sagt TUHH-Präsident Prof. Dr. Edwin Kreuzer. Die TUHH habe es von Anfang an immer verstanden, auch unter schwierigen Bedingungen eigene Lösungen für die Anforderungen zu erarbeiten, die an Sie gestellt wurden." Die Gründungsprinzipien der TUHH gelten unverändert bis heute: Forschungspriorität, Internationalität, Innovation, Interdisziplinarität, Regionalität.

Ihre innovative Stärke hat die nördlichste TU Deutschlands in ihrer erst 30 Jahre alten Geschichte vielfach bewiesen - in Forschung, Lehre und Verwaltung: Als erste Technologie- und Verwertungsgesellschaft einer deutschen Universität gilt die von der TUHH initiierte TUTech GmbH heute als Vorbild für die Gründung zahlreicher hochschulnaher Transfergesellschaften. Das Northern Institut of Technology Management auf dem Campus der TUHH ist die erste universitär angelegte Bildungseinrichtung in Public-Private-Partnership. Die TUHH erhielt 2007 eine der größten Einzelspenden in der deutschen Hochschulgeschichte: 30 Millionen Euro von der Kühne-Stiftung führten zur Gründung der Kühne School of Logistics and Management, die Business School der TUHH. Als erste deutsche TU hat sie 194 einen Bachelor-Studiengang gegründet. Die TUHH gilt ferner als Pionier der Haushaltsführung mit einem 1991 eingeführten Globalhaushalt. Und sie ist mit heute einem Viertel ausländischer Studierender einer der internationalen Campus-Universitäten Deutschlands. Die TUHH ist bestens vernetzt in der Region und wird diese Kooperationen sowohl mit großen Forschungseinrichtungen - DESY, DLR, GKSS - als auch mit weltweit operierenden Unternehmen sowie kleinen und mittleren Betrieben weiter ausbauen.

Drängendes Problem seit Jahren bis heute: Die TUHH hat fast doppelt so viele Studierende wie von den Gründern geplant, deshalb steht die Schaffung zusätzlicher Lernräume ganz oben auf der Prioritätenliste des amtierenden Präsidenten.



Das TU-Jubiläum in der Presse:
Hamburger Abendblatt:
http://www.abendblatt.de/daten/2008/05/27/886045.html
Die Welt:
http://www.welt.de/welt_p … _im_Hamburger_Sueden.html


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