Internationales Symposium zur Hochfrequenztechnik an der TUHH

10.03.2008

Ohne Gigabits keine weltweite Kommunikation in Echtzeit die Hochfreqenztechnik schafft hierfür wesentliche Voraussetzungen. Wie die Qualität des globalen Datenaustausch weiter verbessert werden kann und wo die Innovationen der Zukunft liegen, steht im Mittelpunkt eines internationalen Symposiums vom 10. bis 12. März in Hamburg an der TU. Zur dritten German Microwave Conference, GeMiC 2008, werden mehr als 150 Ingenieure und Physiker aus mehr als 18 europäischen Ländern erwartet.

Auf dem zweitägigen Programm stehen 125 Vorträge, deren Themenspektrum die gesamte Bandbreite der Hochfrequenztechnik von Verstärkern über Antennen bis zu Radargeräten widerspiegelt. Die Experten der stark wachsenden Branche wollen mit neuen Technologien in immer höhere Frequenzbereiche von 10 Gigahertz heute auf 100 Gigahertz in Zukunft vordringen, um damit die Qualität und die Zuverlässigkeit der durch zunehmende Mobilität gekennzeichneten Telekommunikation zu verbessern.

Dies ist Voraussetzung, wenn das Fernsehen und Telefonieren und Fahren und Fliegen noch "unterhaltsamer" werden soll. Hochfrequenztechniker der TUHH forschen aktuell an der Verbesserung der Telekommunikation an Bord von Flugzeugen. "Der Austausch großer Datenmengen zu einem bewegten Objekt rückt in greifbare Nähe", sagt Prof. Dr.-Ing. Arne Jacob. Der Leiter des Instituts Hochfrequenztechnik an der TUHH. Er ist Sprecher des Projekts "Smart Antenna Terminal" (SANTANA). Im Mittelpunkt dieses Verbundprojekts im Auftrag der Deutschen Raumfahrtagentur steht die Entwicklung elektronisch steuerbarer Antennen mit digitaler Strahlformung und -schwenkung für die Satellitenkommunikation. Mobile Funkkommunikation benötigt bislang mechanisch schwenkbare Antennen, die korrespondierend zur Bewegung der Objekte nachjustiert werden. Mit der neuen Antennentechnik lassen sich breitbandige Kommunikationskanäle für hohe Datenraten zwischen mobilen Plattformen wie Auto und Zug, Flugzeug und Schiff einerseits und den Satelliten andererseits aufbauen. Die "SANTANA-Antenne", installiert im Rumpf eines Flugzeugs, hält den "Draht" zum gleichfalls mobilen Satelliten, in dem sie sich elektronisch auf dessen Position einschwenkt.


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Dr. Martin Jenett
Institut für Hochfrequenztechnik
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