Flugzeug-Systemtechnik: Prof. Dr.-Ing. Frank Thielecke neuer Leiter des Instituts an der TUHH

12.04.2007

Prof. Dr.-Ing. Frank Thielecke ist der neue Leiter des Instituts  für Flugzeug-Systemtechnik an der TUHH.
Prof. Dr.-Ing. Frank Thielecke ist der neue Leiter des Instituts für Flugzeug-Systemtechnik an der TUHH. Foto: ein

Prof. Dr.-Ing. Frank Thielecke hat zum Monatsbeginn die Professur „Flugzeug-Systemtechnik“ an der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) angetreten. Eingebettet ist der Lehrstuhl in den Aufbau und Ausbau des Zentrums für Luftfahrtforschung an der TUHH. Die Schwerpunkte liegen auf den Gebieten:

  • Flugzeug-Systemtechnik,
  • Flugzeug-Produktionstechnik,
  • Flugzeug-Kabinensysteme,
  • Lufttransportsystem.

Professor Thielecke tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Ing. Udo Carl an, der von der Institutsgründung, 1995, bis Ende März 2007 Leiter des ersten Stiftungslehrstuhls der Airbus Deutschland GmbH an der TUHH war. Seit 2005 wird das Institut „Flugzeug-Systemtechnik“ im Technologiezentrum Hamburg-Finkenwerder und in direkter Nachbarschaft zum Airbuswerk von der Freien und Hansestadt Hamburg finanziert.

Professor Thielecke war bis zu seiner Rufannahme im März 2007 zehn Jahre am Institut für Flugsystemtechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) als Leiter der Abteilung Systemautomation und stellvertretender Institutsleiter tätig. Sein Studium absolvierte der Flugzeugingenieur an der Technischen Universität Braunschweig, wo er 1992 auf dem Gebiet der „Modellierung und Identifizierung des viskoplastischen Verhaltens von Metallen“ promovierte. Thielecke ist Mitglied wichtiger Fachgremien u.a. im nationalen Lenkungskreis für „Hochauftrieb“ sowie als Deutsches Mitglied im amerikanischen SAE-Komitee für „Flugsteuerung und -systeme“. Während seiner Zeit beim DLR hat Thielecke am Ausbau der Zusammenarbeit mit Airbus sowie den deutschen und französischen Großforschungseinrichtungen (DLR und ONERA) im Bereich „Systeme“ mitgewirkt.

Ein Schwerpunkt seiner Forschungsarbeit an der TUHH werden die interdisziplinäre Modellierung und Analyse der Flugphysik von Großflugzeugen sein. Außerdem wird sich der Wissenschaftler weiterhin mit Methoden der Systemautomation auseinandersetzen und auf dem Gebiet innovativer Systemtechnologien („More Electric Aircraft“) forschen. Dabei spielen am Institut in Hamburg-Finkenwerder auch Konzepte zur Handhabung der zunehmenden Komplexität von Flugzeugsystemen und die Anwendung in sicherheitskritischen Bereichen eine wichtige Rolle.

In der Lehre wird der 42jährige Wissenschaftler gemeinsam mit Kollegen u.a. fächerübergreifende Studienprojekte entwickeln und sich für eine Verstärkung von Austauschprogrammen mit international führenden Universitäten engagieren.

Der gebürtige Braunschweiger lebt mit seiner Familie seit kurzem in Buxtehude.

An der TUHH gehört die Luftfahrt zu den sechs parallel zu den Wachstumsfeldern der Stadt Hamburg definierten Schwerpunkten. Dies sind im Einzelnen:

  • Luftfahrt,
  • Biotechnologie und Life Sciences,
  • Informations- und Kommunikationstechnik,
  • Logistik und Hafenwirtschaft,
  • Schiffs- und Meerestechnik, Hafenbau und Küstenschutz,
  • Energie, nachwachsende Rohstoffe und Umwelt.

Die norddeutsche Metropolregion ist neben Seattle und Toulouse eines der führenden Zentren der zivilen Luftfahrttechnik. Die Luftfahrtforschung an der TUHH kooperiert intensiv mit Systemunternehmen sowie kleinen und mittleren Zulieferer- und Ausrüstungsbetrieben.

 


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