TUHH ist Gastgeber der dritten Studententagung Medizin- und Biotechnologie

03.05.2006

Heute eröffnet Staatsrat Dr. Roland Salchow an der TUHH die dritte Tagung für Studierende und Doktoranden auf dem Gebiet der Medizin-und Biotechnologie in Hamburg. Unter den mehr als 40 Referenten aus vier Hamburger Hochschulen sind auch Anna Karilainen und Robert Wendtland sowie Vivien Lutz, Hendrich Quitman, Antje Schmidt, Malte Strampe und Katharina Wiegandt von der TUHH. Die von der Behörde für Wissenschaft und Gesundheit ausgerichtete Tagung bietet dem Nachwuchs die seltene Gelegenheit, seine wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften einer Fachöffentlichkeit vorzustellen. Zum Beispiel Antje Schmidt. Sie studiert an der TUHH im vierten Semester Biotechnologie und wird heute ihre Studienarbeit auf dem Gebiet des so genannten Tissue Engineering vorstellen. Dabei geht es um die Züchtung von körpereigenem Knorpel, um Patienten künstliche Gelenke zu ersparen.



Chirurgische Verfahren zur Behandlung von arthrotischen Knochen-und Knorpeldefekten stellen ein Problem in der orthopädischen Routine dar, da Knorpelsubstanz nur ein sehr geringes Regenerationspotenzial hat. Die Gewinnung von Knorpel durch Tissue Engineering stellt ein viel versprechendes Konzept zur Behebung von Knorpeldefekten dar, an dem weltweit intensiv gearbeitet wird. An der TUHH wird Knorpel in vitro auf knochenähnlichen Trägermaterialien herangezogen. Dabei wird das Material Belastungen, wie sie für das Knie typisch sind, ausgesetzt, weil es sich dadurch qualitativ verbessern lässt. Voraussetzung ist eine gute Haftung des Knorpels am Trägermaterial. In ihrer Studienarbeit untersuchte Antje Schmidt verschiedene Zelltypen sowie die Struktur der Oberflächen von Trägern im Hinblick auf ihre Eignung als Materialien für Knorpel-Tissue- Engineering. Durch eine spezifische Kombination aus synthetischem Trägermaterial und biologischem Zellmaterial gelang es der Studentin, optimale Vorraussetzungen für die Haftung des gezüchteten Knorpels am Träger zu entwickeln.



Zu den Teilnehmern der heutigen Tagung gehören Vertreter von Unternehmen, Versorgungseinrichtungen, Krankenkassen und aus der Politik. Ziel der von der Behörde für Wissenschaft und Gesundheit ausgerichteten Tagung ist die stärkere Vernetzung von Wissenschaft, der Praxis in Kliniken und der Wirtschaft, mithin die Förderung der Interdisziplinarität.


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