Wissensdurst und Forscherdrang: Junge Talente präsentieren ihre Ideen beim „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb an der TUHH

18.02.2017

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Regionalwettbewerbs Hamburg-Elbe an der TUHH: Jugend forscht und Schüler experimentieren.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Regionalwettbewerbs Hamburg-Elbe an der TUHH: Jugend forscht und Schüler experimentieren.
Foto: TUHH/Christian Bittcher

Ob Gewächshaus der Zukunft oder Schimmelbelastung in Kühlschränken – beim neunten Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ am 17. und 18. Februar 2017 an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) war wieder echter Erfindergeist gefragt. 107 Jungforscherinnen und Jungforscher zeigten, was ihnen zu aktuellen Herausforderungen in den Fachbereichen Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik und Informatik, Physik, Technik und Arbeitswelt eingefallen ist. Die besten Ideen wurden im Rahmen einer Siegerehrung ausgezeichnet.

Besonders beeindruckt war die Jury von dem Chemie-Projekt „Ferrofluide in der Krebsforschung“ von Lynn Gottmann. Ihre Arbeit zeigt auf beeindruckende Weise, was herauskommen kann, wenn wissenschaftliches Interesse auf persönliche Motivation trifft. „Trotz weit entwickelter Behandlungsmethoden endet Krebs in vielen Fällen tödlich“, sagt Lynn, die die 12. Klasse des Hansa-Gymnasiums in Bergedorf besucht. „Mein besonderes Interesse gilt einer noch in der Forschung befindlichen Methode, die die Krankheit durch Erhitzung einer superparamagnetischen Flüssigkeit, sogenanntes Ferrofluid, schwächen soll.“ Für ihre Arbeit erhielt sie den 1. Preis in der Kategorie „Jugend forscht Chemie“ von der Jury, die insgesamt 62 eingereichte Projekte nach Kriterien wie Originalität, Alltagsbezug, Eigenständigkeit und Folgerichtigkeit beurteilte.

Auch Dr. Ralf Grote zeigte sich sehr erfreut über die vielen Arbeiten aus den Bereichen Technik, Physik und Mathe. „Mein Eindruck ist, dass alle mit ungeheurer Motivation zu Werke gegangen sind und eigene Gedanken und Strategien entwickelt haben. Neugier und Systematik gehören zu den Triebfeldern wissenschaftlicher Beschäftigung“, sagte der Leiter des Präsidialbereichs der TUHH. „Vielleicht sind es diese kleinen Momente der Erkenntnis, die den Anreiz geben, später ein Studium in den Naturwissenschaften oder der Technik ins Auge zu fassen.“

Lynn Gottmann (Hansa-Gymnasium Bergedorf), stolze Gewinnerin im Bereich „Jugend forscht Chemie".
Lynn Gottmann (Hansa-Gymnasium Bergedorf), stolze Gewinnerin im Bereich „Jugend forscht Chemie". Foto: TUHH/Christian Bittcher

Insgesamt verlieh die Jury in diesem Jahr zehnmal den 1. Preis, elfmal einen 2. Preis und 18-mal den 3. Preis. Die ersten Preisträger haben sich automatisch für die Teilnahme am Landeswettbewerb qualifiziert, der am 30. und 31. März bei Airbus ausgetragen wird. Die Sieger des Landeswettbewerbs „Jugend forscht“ treten schließlich auf dem Bundeswettbewerb an.

Die ersten Preisträger im Überblick:

Kategorie „Jugend forscht Chemie“
Lynn Gottmann (Hansa Gymnasium Bergedorf) für das Projekt „Ferrofluide in der Krebsforschung“

Kategorie „Jugend forscht Biologie“:
Katharina Mau (Stadtteilschule Bergsted) für das Projekt „Auswirkungen des anthropogenen Klimawandels auf den Buckelwal“

Kategorie „Jugend forscht Biologie“:
Henrike Lehmann (Gymnasium Buckhorn) für das Projekt „Inwiefern ausgewählte abiotische Faktoren die Ruheposition von Cepaea nemoralis beeinflussen“

Kategorie „Schüler experimentieren Biologie“:
Katharina Gundermann (Gymnasium Oberalster) für das Projekt „Auswirkung verschiedener Bodensorten auf die Kartoffelpflanze“

Kategorie „Jugend forscht Physik“
Charlotte Henkel, Ruben Rohsius (Wilhelm-Gymnasium) für das Projekt „Der ZeoWarm – Eine Überprüfung der Machbarkeit, das optimale Modell und die Realisierung solch eines Gefäßes“

Kategorie „Schüler experimentieren Physik“:
Hannes Magnus Joswig, Philip Rieckhoff (Gymnasium Buckhorn) für das Projekt „Der Druck im Ball“

Kategorie „Schüler experimentieren Physik“:
Rubin Raithel (Gymnasium Oberalster) für das Projekt „Raumtemperaturanpassungen bei Steinen“

Kategorie „Jugend forscht Technik“:
Philip Moritz Hedram, Gerrit Hermann Heinrich Valentiner (Stadtteilschule Kirchwerder) für das Projekt „Exohand“

Kategorie „Schüler experimentieren Technik“:
Maximilian Bendix Schulz, Nele von Malottki (Stadtteilschule Kirchwerder) für das Projekt „Elektrolongboard Solarwiederaufladbar“

Kategorie „Schüler experimentieren Technik“:
Benedikt Kiefmann (Gymnasium Oberalster) für das Projekt „Pixeltools – online Bildbearbeitung“

Drei Sonderpreise für die besten Stände stiftete das Unternehmen Unify, das den Regionalwettbewerb bereits im sechsten Jahr unterstützt, gemeinsam mit dem Hamburger Museum „Prototyp“.

In diesem Jahr wurden folgende Projekte zu den besten Ständen gewählt:

„Inwiefern ausgewählte abiotische Faktoren die Ruheposition von Cepaea nemoralis beeinflussen“ aus der Kategorie „Jugend forscht Biologie“ von Henrike Lehmann (Gymnasium Buckhorn)

„Auswirkung verschiedener Bodensorten auf die Kartoffelpflanze“ aus der Kategorie „Schüler experimentieren Biologie“ von Katharina Gundermann (Gymnasium Oberalster)

„Elektro Skateboard mit Sattel“ aus der Kategorie „Jugend forscht Technik“ von Lo Chen Cheng

Der Betreuerpreis ging an Catharina Moolenaar vom Gymnasium Buckhorn.

Siehe auch: www.jugend-forscht.de


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