TUHH und TUM: Brückenschlag in der Lehre

25.10.2016

ZLL gemeinsam mit ProLehre: Die beiden hochschuldidaktischen Abteilungen wollen in Zukunft enger zusammenarbeiten.
ZLL gemeinsam mit ProLehre: Die beiden hochschuldidaktischen Abteilungen wollen in Zukunft enger zusammenarbeiten.
Foto: Dr. Andreas Fleischmann/TUM

Die hochschuldidaktischen Abteilungen der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und Technischen Universität München (TUM) wollen in Zukunft enger zusammenarbeiten. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Klausurtagung des TUHH-Zentrums für Lehre und Lernen (ZLL) der TUHH und ProLehre (TUM). Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit bei gemeinsamen Publikationen, in der die wichtigsten konzeptionellen Ansätze zur Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen im Hinblick auf die Ingenieurwissenschaften geschärft werden sollen.

Sowohl das ZLL und ProLehre widmen sich der Erforschung, Konzeption und Veränderung ingenieurwissenschaftlicher Hochschullehre. „Das Zentrum für Lehre und Lernen hat als ingenieurwissenschaftlich spezialisiertes Zentrum deutschlandweit einen ausgezeichneten Ruf und ist darum für uns ein sehr interessanter Kooperationspartner“, sagt Dr. Andreas Fleischmann von der TUM. Und Dr. Andrea Brose, Geschäftsführerin des ZLL, ergänzt: „Der Ausgangspunkt dieses Treffens war vor allem gegenseitige Neugier, die in den letzten Jahren durch unterschiedliche Begegnungen gewachsen ist. Wir freuen uns mit so engagierten und kompetenten Kollegen zusammenarbeiten zu können.“

Thematisch sind bei der Klausurtagung theoretische Ansätze diskutiert worden, die aktuell für die Hochschuldidaktik leitend sind. Ein Beispiel: Beim sogenannten Konzeptwandel geht es darum, intuitiv falsche oder zumindest für einen bestimmten Kontext nicht passende Vorstellungen von Studierenden zu verändern. „In den ingenieurwissenschaftlichen Grundlagenfächern gibt es eine ganze Reihe von Konzepten, die von den Studierenden intuitiv erst einmal falsch verstanden werden können“, sagt Prof. Christian Kautz, der sich in seiner Forschung als Professor für Fachdidaktik der Ingenieurwissenschaften auf dieses Thema spezialisiert hat. Dies ist besonders in den Technikwissenschaften von Bedeutung, wo Studierende an Theorien und Phänomene ausgehend von ihren Alltagserfahrungen herantreten. Das ZLL konzipiert unter anderem auf Grundlage dieser Forschung gemeinsam mit den Professorinnen und Professoren der TUHH Lehrveranstaltungen, in denen Fehlkonzepte überwunden werden. „Wie auch ProLehre sind wir davon überzeugt, dass in einer möglichst fachnahen Arbeitsweise der Schlüssel zum Erfolg liegt“, sagt Andrea Brose.

Die Klausurtagung wurde von der Töpferstiftung finanziell gefördert und soll Auftakt für eine längerfristige Zusammenarbeit zwischen ZLL und ProLehre sein.


TUHH - Pressestelle
Jasmine Ait-Djoudi
E-Mail: jasmine.ait-djoudi@tuhh.de
Tel.: +49 40 428 78 3458
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