TUHH: ESAFORM Scientific Preis 2016 geht erstmals nach Deutschland an Swantje Bargmann

14.04.2016

Prof. Dr.-Ing. Swantje Bargmann
Prof. Dr.-Ing. Swantje Bargmann
Foto: privat

Deutschland-Premiere: Professorin Dr.-Ing. Swantje Bargmann von der Technischen Universität Hamburg (TUHH) erhält den mit 2.000 Euro dotierten ESAFORM Scientific-Preis. Dieser wird jährlich von der European Scientific Association of Material Forming (ESAFORM) an junge Wissenschaftler vergeben, die einen herausragenden Beitrag auf dem Gebiet der Umformtechnik erbracht haben. Mit Swantje Bargmann wird erstmals eine Wissenschaftlerin aus Deutschland geehrt. Bargmann ist Leiterin des Instituts Kontinuums- und Werkstoffmechanik der TUHH, das sich mit der Modellierung und Simulation von Werkstoffverhalten beschäftigt.

Die Materialwissenschaftlerin Bargmann überzeugte die Jury mit ihren hervorragenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Modellierung und Simulation von mechanischem Verhalten metallischer Werkstoffe. Bargmann befasst sich mit dem mikroskopischen und makroskopischen Materialverhalten. Das mikroskopische Materialverhalten kristalliner Werkstoffe hängt oft stark von einer schon vorhandenen oder sich entwickelnden Mikrostruktur ab. Die Mikrostruktur selbst ist ein Resultat verschiedener physikalischer Mechanismen auf kleinen Längenskalen. Diese fließen in die entwickelten Modelle und Computersimulationen mit ein. Die mikrostruktur-basierten Ansätze bieten zwar eine hohe Genauigkeit, sind jedoch auch mit längeren Rechenzeiten verbunden. Bargmann entwickelt daher zusätzlich an ihrem Institut auch phänomenologische Ansätze, die auf der Meso- oder Makroskala basieren, in denen mikrostrukturelle Eigenschaften berücksichtigt werden. Vorteil ist, dass beispielsweise Computersimulationen von Bauteilen mit industrieller Relevanz in vertretbarer Rechenzeit erfolgreich durchgeführt werden können.

Der ESAFORM Scientific-Preis wird seit 1999 jährlich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Gebiet der Umformtechnik vergeben. Hierbei werden sowohl verschiedene Umformtechniken als auch Materialien jeglicher Art zugrunde gelegt wie Metalle, Polymere, Verbundwerkstoffe, Keramik, Glas, Beton oder Nahrungsmittel.


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