Interdisziplinärer Austausch von Promovierenden innerhalb des Forschungsschwerpunkts "Bauwerke im und am Wasser"

15.01.2015

Teilnehmer des Workshops.
Teilnehmer des Workshops. Foto: Sven-Brian Müller/TUHH

Der diesjährige Doktoranden-Workshop im Forschungsschwerpunkt (FSP) "Bauwerke im und am Wasser" gab Einblick in die Vielfalt der Themen und Disziplinen an der Technischen Universität Hamburg (TUHH). Ziel der Veranstaltung war es, den Austausch zwischen Doktoranden und Professoren der verschiedenen Forschungsrichtungen zu fördern. Zehn Doktoranden und Doktorandinnen aus den TUHH-Instituten für Wasserbau, Massivbau, Geotechnik und Baubetrieb, Bauwesens, Modellierung und Berechnungen, Thermofluiddynamik sowie Bauphysik und Bauchemie nahmen an dem Workshop teil. Sie nutzen die Möglichkeit, ihre Arbeiten zu präsentieren, zur Diskussion zu stellen, fachliches Feedback einzufordern und Netzwerke aufzubauen.

Unter anderem stellte Dip.-Ing. Frederik Treuel seine mit dem Forschungsprojekt „Erfassung, Analyse und Vergleich des dynamischen Fahrverhaltens von größen- und tiefgangsrelevanten Containerschiffen auf der Seeschifffahrtsstraße Elbe“ verknüpfte Arbeit vor. Inhalt des Projektes sowie seiner Dissertation ist die Überprüfung und Anpassung der speziell für das Elberevier entwickelten Berechnungsansätze zur Schiffsdynamik. Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht die wirtschaftliche Optimierung der Tidefahrplanberechnung bis Ende 2015. Die derzeit gültigen Berechnungen für das Tidefahrplanprogramm basieren auf Ansätzen, die zuletzt 2004 überprüft wurden. Zur Anpassung an die aktuellen Containerschiffsgrößen werden in einem umfangreichen Messprogramm Daten auf 21 begleitenden Fahrten von Containerschiffen gesammelt. Aus den Daten der installierten Messgeräte berechnet Treuel mit seinem Team den Tiefgang der Schiffe in Ruhelage sowie sämtliche dreidimensionalen Schiffsbewegungen während der Fahrt auf der Elbe. Zusätzlich fließen betriebstechnische Paramater der Schiffsführung und hydrologische Parameter des Gewässers ein. Dazu zählen neben der Geschwindigkeit durch das Wasser auch der ortsabhängige Ruhewasserspiegel sowie die Wasserdichte.

Der 2006 an der TUHH gegründete Forschungsschwerpunkt "Bauwerke im und am Wasser" befasst sich wegen der Nähe zur Elbe sowie zur Nord- und Ostsee schwerpunktmäßig mit sogenannten Near- und Offshore-Bauwerken. Dazu gehören u. a. Hafen- und Deichbauwerke, Offshore-Bauwerke, wie z. B. Windenergieanlagen, sowie bauliche Maßnahmen zur Landgewinnung im Hafenbereich. Bauwerke im und am Wasser unterliegen besonderen Einwirkungen wie veränderlichen Wasserständen, Strömungen, Wellen, Wind, Eis, Korrosion und gegebenenfalls Schiffsstoß.


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