Neun Jahre TUHH-Graduiertenkolleg: Internationale Abschlusskonferenz „Seehäfen für Containerschiffe zukünftiger Generationen“

17.02.2014

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der International Conference "Ports for Container Ships of Future Generations" mit Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt und TUHH-Präsident Professor Garabed Antranikian (mitte).
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der International Conference "Ports for Container Ships of Future Generations" mit Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt und TUHH-Präsident Professor Garabed Antranikian (mitte). Foto: Ulrich Wirrwa / WIWI-PHOTO

Das Graduiertenkolleg „Seehäfen für Containerschiffe zukünftiger Generationen" an der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) schließt nach neun Jahren seine Forschungsarbeiten mit einer internationalen Konferenz ab. Renommierte Referenten aus den Niederlanden, Belgien, Japan, Singapur und Südafrika stellen die Entwicklungen und Kernprobleme großer Containerhäfen vor. Die Konferenz findet vom 17. bis 18. Februar 2014 an der TUHH statt und wird von einem Grußwort der Senatorin und Präses der Behörde für Wissenschaft und Forschung, Dr. Dorothee Stapelfeldt, begleitet. Es werden mehr als 120 internationale Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik erwartet.

Maritime Zukunftsszenarien: Der Warenumschlag in den Häfen weltweit wird in den nächsten Jahrzehnten ansteigen. Der wirtschaftliche Druck, immer effizientere Transportmöglichkeiten hierfür zu schaffen, wird zeitgleich drängender. Eine Antwort auf diese neuen Herausforderungen ist der Bau immer größerer Schiffe. Schon heute sagen Entwurfsstudien Schiffsgrößen mit einer Länge von über 400 m, einer Breite von 70 m und einem Tiefgang von 21 m voraus, um dem Warenaufkommen gerecht zu werden. Diese Ausmaße von Containerschiffen müssen beim künftigen Bau von Seehäfen berücksichtigt werden. Praktische Probleme wirft auch die Manövrierbarkeit der Schiffsriesen unter Flachwasserbedingungen im beengten Fahrwasser auf. Ebenso die erhöhte Wahrscheinlichkeit von Zusammenstößen der Schiffe mit Hafenanlagen.

Für diese grundlegenden Fragestellungen wurde das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Graduiertenkolleg vor neun Jahren an der TUHH ins Leben gerufen. In interdisziplinärer Zusammenarbeit forschten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Schiffbau, Mechanik und Meerestechnik, des Stahl- und Massivbaus sowie der Geotechnik gemeinsam an Lösungen zu Kaikonstruktionen großer Abmessungen, betrieblichen Belastungszuständen und -situationen. Dieser ganzheitliche Betrachtungsansatz war und ist noch heute innovativ und eine notwendige Voraussetzung zur Bewältigung der weltweit anstehenden Herausforderungen für den Seehafenbau und künftiger Containerschiffe.

Professor Jürgen Grabe, Vizepräsident Forschung der TUHH und Leiter des Graduiertenkollegs „Seehäfen für Containerschiffe zukünftiger Generationen“ ist über die Ergebnisse erfreut: „Wir haben in neun Jahren hervorragende Forschungsergebnisse erzielt, die gerade durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Forschungsrichtungen entstanden sind“. Auch über das Ende des Graduiertenkollegs hinaus finden die Ergebnisse weiter Verwertung: Sie sind Ausgangspunkt für anschließende Forschungsarbeiten und fließen in die TUHH-Forschungsschwerpunkte "Bauwerke im und am Wasser" und "Maritime Systeme" ein. Die Arbeiten des Graduiertenkollegs stärken das wichtige Kompetenzfeld "Aviation und Maritime Systems" der Technischen Universität nachhaltig.

Weitere Informationen unter http://www.tuhh.de/gsc


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