Interdisziplinärer Workshop des FSP "Klimaschonende Energie- und Umwelttechnik"

Professoren und Professorinnen aus elf TUHH-Instituten sind anwesend, der Forschernachwuchs hält Vorträge und präsentiert Poster

09.12.2013

Auf dem Doktorandenworkshop werden über 50 aktuelle Projekte in Form von Vorträgen und Postern präsentiert
Auf dem Doktorandenworkshop werden über 50 aktuelle Projekte in Form von Vorträgen und Postern präsentiert Foto: TUHH 

Weil kaum ein Wissenschaftsbereich heute für sich allein bestehen kann, steht der fachliche Austausch über die Grenzen von Fächern und Instituten hinweg im Mittelpunkt des 2. Interdisziplinären Workshops des Forschungsschwerpunkts "Klimaschonende Energie- und Umwelttechnik" der Technischen Universität Hamburg/TUHH. 95 Teilnehmer und Teilnehmerinnen - darunter Professorinnen und Professoren der am FSP beteiligen elf TUHH-Institute - kommen heute, Montag, 9. Dezember, im Haus der TuTech Innovation GmbH, Harburger Schlossstraße 6, zusammen.

Ziel der Veranstaltung ist, die Kommunikation innerhalb der Fachbereiche zu fördern und jungen Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit der verstärkten Vernetzung zu bieten. "Im Verlauf des Tages werden über 50 aktuelle Projekte in Form von zwölf Vorträgen und 43 Postern präsentiert ", sagt Dr. Monika Johannsen, Koordinatorin des Forschungsschwerpunkts E&U (Energie & Umwelt). Während die Newcomer Poster zu ihren Arbeiten vorstellen, konzentrieren sich Doktoranden/innen und Postdoc-Wissenschaftler/innen auf Vorträge. Am Ende des Tages werden die zwei besten Poster ausgezeichnet. Darüber hinaus erhalten alle Teilnehmer ein Buch, das sämtliche Beiträge enthält.

Zur Eröffnung des Workshops sagte Prof. Dr.-Ing. Ralf Otterpohl, Sprecher des Forschungsschwerpunkts: "Der FSP Energie & Umwelt bringt mit dem Doktorandenworkshop Nachwuchsforscher aus verschiedenen Gebieten zusammen. Damit eröffnen sich neue Wege und ergeben sich Anregungen für Methoden wie auch die Möglichkeit der Kontaktaufnahme zu erfahreneren Kollegen, die für eine gut vernetzte wissenschaftliche Tätigkeit unentbehrlich sind. Die TUHH bringt als kleine agile Forschungs-Universität ideale Bedingungen für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der Ingenieurwissenschaften mit sich - die sich allerding meist nicht von selber ergibt. Der FSP ermöglicht heute in ungewöhnlich konzentrierter Form, voneinander zu erfahren, sich kennen zu lernen und durch Vorträge und Poster interessante Forschungsprojekte genauer anzuschauen zu können. Darüber hinaus ist der Workshop als Tagung organisiert und ermöglicht Nachwuchswissenschaftlern auch das einzuüben, was als wichtige Qualifikationen von zukünftigen Dr.-Ing.

Nachwuchswissenschafltlerin Lisa Andresen: "In diesem Workshop können wirklich fachbezogene Diskussionen stattfinden."
Nachwuchswissenschafltlerin Lisa Andresen: "In diesem Workshop können wirklich fachbezogene Diskussionen stattfinden." Foto: TUHH

- Ingenieurinnen und Ingenieure erwartet wird. Gemeinsam ist allen, das Interesse und die Arbeit für eine bessere Umwelt und effizientere Energienutzung."

Zum ersten Mal wird die Nachwuchswissenschaftlerin Lisa Andresen an dem Workshop teilnehmen und gemeinsam mit zwei Kollegen einen Vortrag über das neue Projekt "TransiEnt.EE -Transientes Verhalten gekoppelter Energienetze mit hohem Anteil Erneuerbarer Energien" halten. Daran beteiligt sind das Institut für Elektrische Energiesysteme und Automation (IEE), das Institut für Energietechnik (IET) sowie das Institut für Thermofluiddynamik.

Studiert hat Andresen an der TUHH: "Zunächst den Bachelor AIW von 2006-2009, wobei ich mich hier schon auf Energietechnik vertieft habe. Danach habe ich meinen Master in Energietechnik gemacht mit zwei Semestern Auslandsaufenthalt an der UC Berkeley." Seit Juni 2012 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Gerhard Schmitz am Institut für Thermofluiddynamik in der Arbeitsgruppe Technische Thermodynamik. Sie beschäftigt sich insbesondere mit der Energiespeicherung - ein großes Thema im genannten Forschungsvorhaben. "Mein Promotionsthema liegt noch nicht fest, es wird sich wahrscheinlich aber um die Untersuchung von Speichern in der Energieversorgungsstruktur drehen."
Andresen: "Für mich persönlich bedeutet der Workshop, dass ich erfahre, was in anderen Instituten aber auch im eigenen Institut geforscht bzw. woran gearbeitet wird. Im Arbeitsalltag fehlt oftmals die Zeit sich mit allen auszutauschen. Dieser Workshop bietet dazu die Gelegenheit. Man wird einerseits "gezwungen", seine Tätigkeiten auf den Punkt zu bringen. Andererseits bietet der Workshop die Möglichkeit, Synergien aufzudecken, Ideen auszutauschen und eventuell Probleme zu lösen oder einen klareren Weg zu beschreiten. In diesem Workshop mit einem so eng gesteckten Themenbereich wie dem FSP E&U können nur wirklich fachbezogene Diskussionen stattfinden."

Text: Martina Brinkmann


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