19. Nationales SAMPE-Symposium an der TUHH

200 Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutieren über "Faserverbundstoffe in der Energiewende"

26.02.2013

Logo der "Society of Material and Process Engineering SAMPE"
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Grafik: SAMPE

Das 19. Nationale Symposium der Society for the Advancement of Material and Process Engineering (SAMPE) Deutschland e.V. findet Mittwoch und Donnerstag (27./28. Februar) im Audimax II der Technischen Universität Hamburg statt. Jedes Jahr begegnen sich Industrie und Wissenschaft, um über die neuesten Entwicklungen im Bereich Verbundwerkstoffe zu diskutieren.

Gastgeber der diesjährigen Tagung ist das TUHH-Institut für Kunststoffe und Verbundstoffe (Institute of Polymers and Composites/IPC) unter Leitung von Professor Dr.-Ing. Karl Schulte. Sie steht unter dem Motto "Faserverbundwerkstoffe in der Energiewende". Bereit 1999 war das IPC Ausrichter des SAMPE Symposiums. Das diesjährige Symposium der "Society for Material and Process Engineering" (SAMPE), an dem 200 Experten zu gleichen Teilen aus Industrie und Wissenschaft teilnehmen, stellt die sogenannten Faserverbundwerkstoffe in den Vordergrund der Veranstaltung. In der Energiewende sind sie von zunehmender Bedeutung.

Dazu Prof. Schulte: "Faserverbundwerkstoffe sind eine Querschnittstechnologie, die über extremen Leichtbau erst ermöglichen, die ehrgeizigen Energieziele (der Energiewende) zu erreichen." Diskutiert an der Technischen Universität Hamburg werden während des Symposiums Weiterentwickelungen und ihr Zukunftspotential. Die Veranstaltung greift Fragen der Prüfung und Simulation bis hin zum fertigen Bauteil auf. Zu den Teilnehmern zählen auch zirka 50 Studentinnen und Studenten von deutschen Hochschulstandorten, die zum Teil von SAMPE e.V. finanziell gefördert werden, um am Kongress teilnehmen zu können.

Ziel des internationalen Symposiums ist die Vorstellung des Hochschulstandorts TUHH und der regionalen Industrie aus Sicht der Hochleistungsverbundwerkstoffe. Der Diskussionsschwerpunkt in Hamburg widmet sich der Energiewende und fokussiert im Besonderen den Leichtbau im Mobilitätssektor (der Luftfahrt) und der Windenergie.

Professor Dr.-Ing. Karl Schulte
Professor Dr.-Ing. Karl Schulte
Foto: TUHH/Jupitz

Die Veranstaltung eröffnen Professor Dr.-Ing. Alois K. Schlarb, Vorsitzender des Vorstands von SAMPE Deutschland e. V., und Professor Garabed Antranikian, Präsident der TUHH. Mit der Vorstellung des Instituts für Kunststoffe und Verbundwerkstoffe startet Prof. Dr.-Ing. Karl Schulte den wissenschaftlichen Teil der zweitätigen Veranstaltung. Die nachfolgenden 20 Vorträge (allein acht aus TUHH-Instituten) decken die Themenbereich Luftfahrt, Ermüdung, Windkraft, Fertigungstechnik, Mobilität und Modellierung ab. Dabei präsentieren die Experten aus Industrie und Forschung die derzeitigen Möglichkeiten, Entwicklungstrends und Herausforderungen. Nach Ende der Vorträge am ersten Tag werden die Teilnehmer durch einige der beteiligten Institute und die Hexapod-Halle geführt. Die Großanlage ermöglicht erstmals in einem universitären Umfeld mechanische Tests von größeren Bauteilen aus Faserverbundwerkstoffen unter komplexen realen Bedingungen.

SAMPE-Innovationspreise

Während des Symposiums verleiht die SAMPE zwei Nachwuchswissenschaftlern die SAMPE-Innovationspreise 2013 für herausragende Abschlussarbeiten. Die Auszeichnung beinhaltet ein Preisgeld von 1000 Euro sowie die Einladung zum europäischen Symposium nach Paris. Dort wird in einer zweiten Runde die beste Arbeit innerhalb der europäischen Preisträger gekürt.

Die 1944 gegründete Organisation SAMPE setzt sich für die Weiterentwicklung von neuen Werkstoffen und Verfahren ein. Das Symposium wird seit 1995 von der SAMPE Deutschland e.V. jährlich an einem deutschen Werkstoffzentrum veranstaltet.

Über die SAMPE Deutschland e.V.

Die Society of Material and Process Engineering SAMPE ist eine von Ingenieuren 1944 in den USA gegründete Organisation. Ziel der SAMPE ist die Weiterentwicklung von neuen Werkstoffen und Verfahren. Die Vereinigung unterstützt technische Konferenzen und Ausstellungen und publiziert Tagungsbände, technische Veröffentlichungen und Zeitschriften zur Aus- und Weiterbildung. Als weltweite Organisation hat SAMPE in mehr als 100 Verbänden über 4000 Mitglieder. SAMPE Deutschland e.V. ist mit den SAMPE-Gesellschaften in Europa und den USA verbunden. Ziele von SAMPE Deutschland e.V. sind der Wissensaustausch im Bereich der Verbundwerkstoffe, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die Pflege internationaler Kontakte. (Quelle: http://www.sampe.de)

Info Faserverbundwerkstoffe: Es werden verschiedenartige Materialien zu einem Werkstoffverbund kombiniert, um verbesserte Eigenschaften zu erzielen. Diese, der Natur abgeschaute Bauweise hat viele technische Bereiche revolutioniert, denn mit ihnen stehen erstmals hochfeste und dabei leichte Werkstoffe mit herausragenden Eigenschaften zur Verfügung. So werden in der Luft- und Raumfahrt durch niedrige Strukturgewichte vornehmlich Energieeinsparungen und Leistungssteigerungen erzielt.

See also: http://www.tuhh.de/kvweb


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