TUHH goes music

Konzertveranstaltung mit Werken aus drei Jahrhunderten von Komponisten der Romantik bis hin zu Rachmaninov, dem wohl letzten Romantiker

26.11.2012

Mit Beginn des Wintersemesters 2012/13 dreht sich endlich auch wieder das musikalische Karussell an der Technischen Universität Hamburg. Zur ersten Reise in die Welt der "TUHH goes music" sind interessierte Bürger am Mittwoch, 28. November, um 19 Uhr in das Audimax I, Schwarzenbergstraße 95, eingeladen. Auf dem Konzertprogramm stehen Kompositionen von Beethoven, Chopin und Rachmaninov sowie Schubert und Stravinsky.

Den ersten Teil des Abends gestaltet die Pianistin Elisabeta Ivanova. Sie spielt Kompositionen von Ludwig von Beethoven (1770 bis 1827), Frédéric Chopin (1810 -1849) und Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow (1873-1943). Gemeinsam ist den einflussreichen wie auch populären Komponisten die romantische Richtung ihres Spiels. Während Beethoven - das Genie aus Bonn - der Romantik den Weg ebnete, war Chopin

einer der berühmtesten Klavierkomponisten der Romantik. Er, die polnische Seele im Pariser Exil, ist stark geprägt von seiner Herkunft, das heißt von den rhythmischen und melodischen Eigenheiten der polnischen Volksmusik. Als den wohl letzten Romantiker bezeichnen viele den russischen Pianisten, Komponisten und Dirigenten Rachmaninow. Als er 1932 gebeten wurde, seine Auffassung von Musik zu formulieren, antwortete er: "Was ist Musik?! Eine ruhige Mondnacht; Das Rauschen der Blätter; Entferntes Abendläuten; Das, was von Herz zu Herz geht, Die Liebe; Die Schwester der Musik ist die Poesie - ihre Mutter: die Schwermut!"

Der zweite Teil des Konzertabends gestalten mit Werken von Franz Schubert (1797-1828) und Igor Stravinsky (1882-1971) die Pianistin Ana Miceva und die Geigerin Ying-Chieh Li. Schubert hat trotz seines kurzen Lebens in allen Gattungen seiner Zeit Außerordentliches geschaffen und wird in der heutigen Musikwissenschaft neben Beethoven als der Begründer der romantischen Musik im deutschsprachigen Raum angesehen. Der österreichische Komponist schuf allein 600 Lieder. Als kosmopolitischer Russe war Strawinsky sowohl im Westen als auch in seiner Heimat einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Seine bekanntesten Werke entstammen seiner frühen russischen Periode: Der Feuervogel, Petruschka und Le sacre du printemps. Sein Werk reicht von Sinfonien und Opern bis hin zu Klavier-Miniaturen.

Ebenso international wie die gespielten Komponisten des Konzertabends präsentieren sich die Musikerinnen. Die 1986 in Moskau geborene Elisabeta Ivanova studierte am Moskauer Tschaikowsky Konservatorium. Seit dem Wintersemester 2011/12 absolviert sie ihr Masterstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe und erhielt unter anderem den Sonderpreis für Deutsche Romantik beim Steinway Internationalen Wettbewerb für junge Pianisten (2002). 2012 gewann Elisabeta Ivanova den ersten Preis im Wettbewerb der Elisa Meyer Stiftung an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT). Elisabetas Repertoire umfasst die frühen Barockwerke bis hin zu zeitgenössischer Musik. Auch spielt sie Cembalo.

Die in Mazedonien geborene Pianistin Ana Miceva kam zum Klavierstudium nach Deutschland. Sie studierte an der HfMT bei Prof. Marian Migdal und anschließend an der Hochschule für Musik und Theater Rostock bei Prof. Stephan Imorde. Neben ihrem solistischen Klavierspiel widmet sie sich dem Kunstlies. Ana Miceba ist zudem Preisträgerin der internationalen Wettbewerbs für verfemte Musik und ist Stipendiatin von "Yehudi Menuhin - Live Music Now", der "Oscar und Vera Ritter Stiftung" und der "Franz Wirth-Gedächtnis-Stiftung".

Die Geigerin Ying-Chien Li, gebürtig in Taipeh (Taiwan) begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspiel und ein Jahr später mit dem Geigenspiel. Sie studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und von 2010 bis 2012 an der HfMT Hamburg. Sie erhielt zahlreiche Preise bei Wettbewerben. Seit 2012 ist Ying-Chien Li Praktikantin bei den Hamburger Symphonikern.

Das Konzert findet in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg statt. Der Eintritt ist frei.


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