Reine Frauensache – Hamburger Baupreis für Bauingenieurinnen der TU Hamburg-Harburg

29.06.2011

Der Vorsitzende der Stiftung Hamburger Bauindustrie Dr. Ing. Friedrich W. Oeser mit den vier Preisträgerinnen Viola Witt (v.l.n.r.), Katja Reimann, Verena Grothaus und Cornelia Ehmke.
Der Vorsitzende der Stiftung Hamburger Bauindustrie Dr. Ing. Friedrich W. Oeser mit den vier Preisträgerinnen Viola Witt (v.l.n.r.), Katja Reimann, Verena Grothaus und Cornelia Ehmke.
Foto: Roman Jupitz, TUHH

Die Stiftung der Bauindustrie Hamburg verleiht den mit insgesamt 6000 Euro dotierten Baupreis für hervorragende Abschlussarbeiten in den Ingenieurwissenschaften an der Technischen Universität Hamburg-Harburg. In diesem Jahr ist die Preisverleihung reine Frauensache. Ausgezeichnet werden vier Bauingenieurinnen.

Die Preisverleihung erfolgt im Beisein des Präsidenten der TU Hamburg-Harburg, Professor Garabed Antranikian und durch den Vorsitzenden der Stiftung Hamburger Bauindustrie, Dr. Ing. Friedrich W. Oeser.

Viola Witt und Katja Reimann erhalten den Preis und jeweils 2000 Euro für ihre Diplomarbeiten im Studiengang Bauingenieurwesen und Umwelttechnik. Verena Grothaus sowie Cornelia Ehmke werden mit jeweils 1000 Euro für ihren mit Bestnoten absolvierten Bachelor-Abschluss innerhalb der Regelstudienzeit von sechs Semestern geehrt.

Viola Witt hat sich in ihrer prämierten Diplomarbeit der Entwicklung von Sanddünen unter Wasser gewidmet. Sie entwarf ein Modell, das es erlaubt, die Entwicklung der Sanddüne vorauszuberechnen. Es ist wichtig, die Formveränderung rechtzeitig zu kennen, um beispielweise Fahrrinnen für Schiffe zu planen. Inzwischen konstruiert die Bauingenieurin für die IMS Ingenieurgesellschaft mbH in Hamburg Gründungsstrukturen von Offshore Windenergie-Anlagen.

Katja Reimann hat sich mit Pfählen in modernen Kaimaueranlagen beschäftigt. Sie hat ein neues Modell entworfen, mit dem die Wirkung der Pfähle zutreffender berechnet kann und künftige Kaimauern optimaler ausgelegt werden können. Die Diplomingenieurin ist in die Forschung gegangen und befasst sich als Nachwuchswissenschaftlerin am Institut für Geotechnik und Baubetrieb mit Methoden zur Reduktion der Schall-Emissionen gerammter Pfählen von Windenergieanlagen in Nord-und Ostsee.
Verena Grothaus sowie Cornelia Ehmke setzen ihr Studium an der TUHH im Master-Studiengang Bauingenieurwesen fort. In ihrer Disziplin, dem Bau-und Umweltingenieurwesen, ist fast jeder zweite Studierende eine Frau (48 Prozent), während die Frauenquote über alle Studiengänge der TUHH verteilt bei 20 liegt.
Der Präsident der TUHH, Prof. Dr. Dr. h.c. Garabed Antranikian, wird den Hamburger Bautag am 29. Juni, 15.30 Uhr, eröffnen, in dessen Rahmen die Preisverleihung stattfindet. Die Verleihung der Urkunden obliegt dem Stiftungspräsidenten Dr. Ing. Friedrich W. Oeser.

Der Hamburger Bautag, zu dem in diesem Jahr mehr als 150 Vertreter aus der Hamburger Bauindustrie erwartet werden, fördert den Austausch zwischen der Wissenschaft an der TUHH und der Bauindustrie. Neu ist in diesem Jahr eine Messe: An verschiedenen Ständen informieren Firmen und sowie die Fachschaft Bauingenieurwesen über Praktika und Diplomarbeiten. In einer Poster-Session werden anschließend noch verschiedene Abschlussarbeiten vorgestellt, außerdem halten Ingenieure aus der Bauwirtschaft Vorträge zu herausragenden Projekten wie der Elbphilharmonie oder der Fehmarnbelt-Querung.

Für Rückfragen:

TU Hamburg-Harburg
Institut für Geotechnik und Baubetrieb
Prof. Dr.-Ing. Jürgen Grabe
Tel.: 040 / 42878-3762
E-Mail: grabe@tuhh.de


TUHH - Public Relations Office

Fax: +49 40 428 78 2366