Bronze für die TUHH auf der 13. Deutschen Betonkanu-Regatta

27.06.2011

Eine Ehrung aus Beton: Die Kanutinnen Sina Prior und Elena Stein (rechts) freuen sich über ihren Podestplatz.
Eine Ehrung aus Beton: Die Kanutinnen Sina Prior und Elena Stein (rechts) freuen sich über ihren Podestplatz.

Das Damen-Team der Technischen Universität Hamburg-Harburg hat bei der 13. Deutschen Betonkanu-Regatta in Magdeburg die Bronzemedaille gewonnen. Die Studentinnen des Bauingenieurwesens Natali Cortes Losada, Sinar Prior und Elena Stein erkämpften sich bei dieser Premiere auf Anhieb unter den 31 europäischen Damen-Teams einen sicheren dritten Platz. Für das siegreiche Trio sowie das TUHH-Herren-Team war der Wettkampf auf dem Salbker See in Magdeburg mit mehr als 800 Teilnehmern eine Premiere. Auch die Herren im Team schlugen sich wacker in ihren selbst konstruierten Kanus aus Beton. „Wir sind stolz und glücklich über das Abschneiden unserer Teams,“ sagt Oliver Chyra.


Zahlreiche technische Defekte hatten die Siegeschancen der Herren-Teams zunichte gemacht, teilte Chyra weiter mit. Bis unter die letzten 16 Boote schafften es die TUHH-Bauingenieurstudenten. Dabei mussten sich Christian Kock, Marvin Krüger, Maximilian Leber, Ardalan Razavieh, Arne Seemann, Dovydas Sestakovas gegen 66 Männerteams aus elf Ländern Europas durchsetzen. „Wir freuen uns heute schon auf die nächste Regatta in zwei Jahren, die voraussichtlich in Bayern stattfinden wird“, sagt Chyra. Er ist Doktorand am Institut für Massivbau und Sprecher der TUHH-Betonkanu-Gruppe.

Mit ihren selbst gebauten Kanus und viel Selbstbewusstsein war die zehnköpfige Crew am Sonnabend, 25. Juni, in Magdeburg an den Start gegangen. Mehr als zehn Monate haben die sieben Studenten und drei Studentinnen an ihren Kanus „Mr. Crab“ und „Krabbenkutter“ gearbeitet, Testläufe und Trainings auf der Außenmühle, der Alster des Hamburger Südens, inklusive. Dass ein Boot aus Beton keinesfalls zum Untergang verurteilt ist, vielmehr im nassen Element erstaunlich an Tempo gewinnen kann, wenn Konstruktion und Material eine optimale Liason eingehen, haben die Hamburger in Magdeburg unter Beweis gestellt

Die Kanuten der TU Hamburg-Harburg Arne Seemann (von links), Maximilian Leber, Christian Kock, Elena Stein, Oliver Chyra, Marvin Krüger, Sina Prior.
Die Kanuten der TU Hamburg-Harburg Arne Seemann (von links), Maximilian Leber, Christian Kock, Elena Stein, Oliver Chyra, Marvin Krüger, Sina Prior.

„Ein Boot aus Beton ist eine Herausforderung sowohl bezüglich des Entwurfs als auch des Materials“, sagt Oliver Chyra. Der 31-jährige Promovent am Institut für Massivbau hatte sich gemeinsam mit zehn weiteren Bauingenieurstudenten vorgenommen, die Premiere auf dem Salbker See mit einem besonders schnellen und zugleich manövrierbaren Kanu zu starten.

Das Ergebnis: etwa 75 Kilogramm schwere, 5 Meter lange und 72 Zentimeter breite Boote aus hochfestem Beton. In Kooperation mit dem Institut für Baustoffe, Bauphysik und Bauchemie entwickelten die Studierenden einen speziellen Beton, der wasserundurchlässig, hochfest und zudem extrem leicht ist. Die nächste Hürde war das Fertigungsverfahren: Die nur zehn Millimeter dicken Bootswände sollten eine spiegelglatte Oberfläche erhalten, denn auch damit, so das Kalkül der Studenten, müsste sich die Geschwindigkeit der Kanus erhöhen.


Die Regatta wird alle zwei Jahre von der Deutschen Zement- und Betonindustrie zwischen Teams aus Studenten und Berufsschülern veranstaltet. Die Herausforderung besteht sowohl im sportlichen Wettkampf als in der Konstruktion der Kanus.

Ansprechpartner für Medien:
Technische Universität Hamburg-Harburg
Institut für Massivbau
Prof. Dr.-Ing. Viktor Sigrist
Tel.: 040 / 42878-3222
E-Mail: sigrist@tuhh


TUHH - Public Relations Office

Fax: +49 40 428 78 2366