Heute auf dem Campus: Jugend forscht und Schüler experimentieren

23.02.2009

Heute startet zum ersten Mal an der TUHH der Hamburger Kreativ-Wettbewerb Jugend forscht/ Schüler experimentieren. Wegen der großen Resonanz gehen dem Landeswettbewerb am 27. und 28. März erstmals zwei Regionalwettbewerbe voraus: in Hamburg-Süd an der TUHH sowie in Hamburg-Nord im Vattenfall-Bildungszentrum im Wildröschenweg.

Die langfristige Patenschaft für den Regionalwettbewerb-Süd hat Softal Eletronics übernommen. Das auf die Plasmabehandlung zur Oberflächenfunktionalisierung spezialisierte Unternehmen führt mit Unterstützung der TUHH auf dem Campus den Wettbewerb erstmals durch.

Im NIT-Gebäude haben heute mehr als 26 Juroren die Qual der Wahl: Denn es gilt, aus 77 Arbeiten die 14 besten für den Landeswettbewerb zu küren. Seitens der TUHH gehören dieser Jury Prof. Dr.-Ing. Uwe Weltin, Prof. Dr. Roland Harig, Dr. Ralf Grote und Daniel Gloss an.

Morgen werden die 14 Preise an die Regionalsieger im Audimax I verliehen. Professor Andreas Liese wird um 11.30 Uhr die mehr als 700 Schüler und Eltern an der TUHH begrüßen. Nicht wenige der ehemaligen Teilnehmer von Jugend forscht haben erfolgreiche naturwissenschaftliche und technische Forscherlaufbahnen eingeschlagen, beflügelt durch die Teilnahme an einem Wettbewerb.

Die 163 neun- bis 19-jährige Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Regionalwettbewerbs Süd - aus 20 Schulen Hamburgs - haben 77 Forschungsarbeiten in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Physik und Technik erstellt. Sie setzten sich dabei mit brennenden Fragen auseinander: Umweltverschmutzung, Klima, Ernährung, Lärm und dies bevorzugt aus dem Blickwinkel der Biologie und Chemie.

Jugend forscht wendet sich an Schüler ab der achten Klasse, hier haben 35 Teilnehmerinnen vorwiegend in Chemie, und 34 Teilnehmer, meist in Technik, insgesamt 36 Arbeiten abgegeben. Schüler experimentieren wendet sich an Schüler bis zur achten Klasse, hier haben 52 Schülerinnen, hauptsächlich im Fachgebiet Biologie, und 42 Schüler, bevorzugt in Physik, insgesamt 41 Arbeiten erstellt.

"Diese Initiative ist eine Investition in die Zukunft des Standorts Hamburg. Gerade in diesen Zeiten gilt es, verstärkt den Forschergeist bei den Schülern, besonders in den Naturwissenschaften, zu fördern. Softal als hochtechnologisches Unternehmen mit Sitz in Wilhelmsburg unterstützt den Regionalwettbewerb-Süd auch aus diesem Grunde, aber auch aus regionaler Verbundenheit. Mit der TUHH haben wir für diese Form der Zukunftsarbeit den idealen Partner gefunden," sagt Dr. Philipp Lichtenauer, Geschäftsführer von Softal Electronics.

"Die TUHH freut sich, erstmals die Plattform für diesen renommierten Schülerwettbewerb zu bieten. Selbst stark in der Nachwuchsförderung engagiert, hat die TUHH früh erkannt, dass Forschergeist gerade über das Tun, das Experimentieren geweckt und gefördert wird. Im Fokus der Arbeiten steht die Technik und vielleicht sind unter den Wettbewerbsteilnehmern von heute Ingenieurstudenten von morgen", sagt Prof. Dr. Andreas Liese. Der Leiter des Instituts für Technische Biokatalyse und hat gemeinsam mit seiner Frau Gesine Liese das inzwischen bundesweit gefragte Projekt "Kinderforscher an der TUHH" initiiert.

Patenunternehmen

Ohne die Patenunternehmen könnte keiner der über 80 Jugend forscht Wettbewerbe stattfinden. Die Regional- und Landespaten wie auch der Bundespate gehören zu den tragenden Säulen des Wettbewerbs.

Seit Gründung des Wettbewerbs ist die Wirtschaft ein fester Partner von Jugend forscht. Als Paten engagieren sich Unternehmen, Institutionen und zunehmend auch Dienstleistungsbetriebe. Die Patenunternehmen richten als Gastgeber die Regional- und Landeswettbewerbe aus. Sie sind einmal im Jahr für den Ablauf der Veranstaltung verantwortlich: von der Bereitstellung von Räumen über die Unterbringung der Teilnehmer und Juroren sowie die Finanzierung der Fachgebietspreise bis hin zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei werden sie von den ehrenamtlich tätigen Wettbewerbsleitern, zumeist Lehrern, unterstützt. Den Bundeswettbewerb veranstaltet die Geschäftsstelle der Stiftung Jugend forscht e.V. gemeinsam mit einem jährlich wechselnden Bundespatenunternehmen.

Bundesweit gibt es derzeit 68 Regionalwettbewerbe, 16 Landeswettbewerbe "Jugend forscht" und fünf Landeswettbewerbe der Juniorensparte "Schüler experimentieren". In jedem Patenunternehmen ist ein so genannter Patenbeauftragter für die Abwicklung des Wettbewerbs verantwortlich.

Softal bereitet nun seit einigen Monaten diesen Wettbewerb intensiv vor und wird die Durchführung sehr eng betreuen. Neben den organisatorischen Abläufen engagieren wir uns stark bei der Akquisition von ehrenamtlichen Juroren, bei technischen Hilfestellungen und bei der allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit. So treffen sich z.B. Mitte Januar bei Softal die Juroren und die Teilnehmer zu informellen Fragestunden bei einem Kickoff-Meeting.

Die Wettbewerbe werden am 23. und 24. Februar 2009 im Audimax und den dazugehörenden Räumlichkeiten der Technischen Universität Hamburg Harburg stattfinden. Neben 5 Juroren werden von uns 4 Bürokräfte und 3 Schlosser die Wettbewerbe personell unterstützen. Wir erwarten neben den 300 Kindern und Jugendlichen eine etwa doppelt so große Anzahl an erwachsenen Begleitpersonen zur Feierstunde. Diese 750 Personen gilt es inhaltlich und persönlich zu betreuen.

Softal hat sich diesem Engagement verschrieben, da wir eine echte Chance sehen, die Jugend in der Region Hamburg Süd noch stärker zu fördern als bislang. Wir tun dies bereits mit Betriebspraktika und Leistungskursexkursionen. Nun soll Jugend Forscht mit seiner brillanten Initiative dieses Engagement zu größerer Wirkung führen.


TUHH - Public Relations Office

Fax: +49 40 428 78 2366