"Wasserversorgung vor neuen Herausforderungen" - Ringvorlesung an der TUHH startet mit der Geschichte der Wasserversorgung vom Altertum bis zur Moderne

07.04.2008

Die Geschichte der Wasserversorgung ist so alt wie die Geschichte der Menschheit. Herausforderung an die Wasserversorgung änderten sich, doch bestehen sie bis heute: "Wasser ist Leben" - In vielen Gebieten der Erde kreisen die Gedanken der Menschen tagtäglich um das Thema Wasser, ein kostbares Gut, dessen Wert nicht nur die lokalen Klimaverhältnisse bestimmen.

Mit der Ringvorlesung "Wasserversorgung vor neuen Herausforderungen" laden die Technische Universität Hamburg-Harburg sowie das Aktionsbündnis für den Erhalt einer öffentlichen Wasserversorgung in Hamburg "UnserWasserHamburg" ab Dienstag, 15. April, wöchentlich zu einer Vorlesung in das Audimax I der TUHH ein. Die Vorträge beginnen jeweils um 18.30 Uhr. Inhaltlich decken sie ein breites Spektrum ab und wenden sich sowohl an Studenten als auch an die interessierte Öffentlichkeit.

Gleich zwei Themen werden in der ersten Vorlesung am Dienstag, 15. April, behandelt. Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Merkel, Vorstandsmitglied der Frontinus-Gesellschaft referiert über "Die Geschichte der Wasserversorgung vom Altertum bis zur Moderne". Dabei spannt Prof. Merkel den Bogen von der Bedeutung der Wasserversorgung für die frühen Hochkulturen bis heute. Der kurzweilige Vortrag führt die Zuhörer durch die kleine Weltgeschichte der Wasserversorgung, streift Griechen und Römer, das Mittelalter, Rennaissance und Barock. Mit Beginn des Industriezeitalters erreicht auch die Wasserversorgung eine neue Dimension. Der lange Weg vom Ziehbrunnen bis zur modernen Hausinstallation werden ebenso angesprochen wie die Grundsätze nachhaltige Wasserversorgung im 21. Jahrhundert.

Den lokalen Bezug schafft Dr. Cornelia Moeck-Schlömer mit ihrem Beitrag "Hamburgs Weg von der Feldbrunnenleitung zur großstädtischen Versorgung". Die Rektorin einer Hamburger Gesamtschule promovierte über die Geschichte der hanseatischen Wasserversorgung. Sie zeichnet die spannende Entwicklung der Alsterstadt zur Elbmetropole. War fließendes Wasser im Haushalt lange Zeit das Privileg wohlhabender Bürger, ermöglichte der Bau der Stadtwasserkunst 1848 in Rothenburgsort ebenfalls der ärmeren Bevölkerung Zugang zu einer zentralen Versorgung. Doch erst mit Inbetriebnahme des Elbfilterwerks Kaltehofe 1893 und dem Bau von Wassertürmen Anfang des 20.Jahrhunderts war der Übergang zu einer hygienisch einwandfreien Wasserversorgung möglich.


Herzlich eingeladen ist die interessierte Öffentlichkeit.
Der Eintritt ist frei.


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