Mit der TUHH: Drei internationale Hochschulkooperationen durch Erasmus+ gefördert

21.10.2016

Logo: Erasmus+
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Die Technische Universität Hamburg (TUHH) war mit drei Anträgen für Förderungen im Rahmen der EU-Bildungsprogramms Erasmus+ erfolgreich: In sogenannten Kapazitätsaufbauprojekten unterstützen dabei europäische Hochschulen durch gemeinsame Projekte Hochschulen in über 150 EU-Partnerländern bei der Lehrplanreform, der Modernisierung der Verwaltung sowie bei der Stärkung der Verbindung zwischen Hochschulen und Gesellschaft.

Von 736 Projektanträgen wurden 147 für eine Förderung ausgewählt. Deutsche Hochschulen koordinieren zehn dieser Projekte, darunter die TUHH, deren Institut für Logistik und Unternehmensführung für das Projekt MILETUS als Hauptkoordinator verantwortlich zeichnet. Dies sind die ausgewählten Kapazitätsaufbauprojekte mit TUHH-Beteiligung:

MILETUS: Students Mobility Capacity Building in Higher Education in Ukraine and Serbia

Ziel dieses vom TUHH-Institut für Logistik und Unternehmensführung koordinierten Projekts ist der Kapazitätsaufbau im Bereich der Studentenmobilität an Universitäten in Serbien und der Ukraine, um die Arbeitsmarktfähigkeit der Absolventen und die Qualität der Forschung der Doktoranden zu erhöhen. Hierbei wird besonders darauf geachtet, dass die Mobilitätsprogramme auch jenen Studierenden zugänglich gemacht werden, denen die Teilnahme etwa aus gesundheitlichen oder sozialen Gründen erschwert ist. Die Einbindung der Ministerien und öffentlicher wie privater Hochschulen beider Länder sowie westeuropäischer Partneruniversitäten stellt die Umsetzung und die Nachhaltigkeit der Mobilitätsprogramme sicher.

LAWEEDA: Latin American-European Network on Waste Electrical and Electronic Equipment

Mithilfe dieses Projekts sollen Universitäten in Brasilien und Nicaragua im Auf– und Ausbau der Lehr- und Forschungskapazitäten im Bereich der Abfallressourcenwirtschaft und der Rückgewinnung seltener Metalle aus Elektronik-Schrott unterstützt werden. Hierzu werden neue Studienprogramme mit innovative Lern- und Lehrmethoden, zertifizierte Fortbildungen und regionales Training angeboten sowie eine gemeinsame Plattform für akademische, industrielle, politische und gesellschaftliche Akteure aufgebaut, um das Wissen rund um das Thema Recycling zu verbreiten. Das Projekt geht aus dem Konsortium des Europäischen COST-Netzwerkes ReCreew hervor, das von Kerstin Kuchta vom TUHH-Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft geleitet wird.

EGREEN: Development of Environmental Engineering and Injection

of Climate Change Concept for Undergraduated Curriculum: EU Experience for Jordan and Syria

Ziel dieses Projekts ist es, die Kapazitäten von Universitäten in Jordanien und Syrien in den Feldern Umwelt und insbesondere Klima auszubauen. Das Projekt, an dem die TUHH mit dem Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft als Konsortialpartner beteiligt ist, soll es den Hochschulen ermöglichen, sich besser aktuellen wie künftigen Herausforderungen zu stellen, indem sie ihre Lehrpläne modernisieren. Darüber hinaus sollen Lehrkräfte ausgebildet sowie ein Bachelor-Programm entwickelt werden. Durch erstklassige Ausbildung sollen künftige Umwelt- und Klima-Experten in die Lage versetzt werden, Wirtschaft und Forschung gleichermaßen zu fordern und zu fördern.

Über Erasmus+

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist seit 1987 Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit in Deutschland. Seit 2014 sind die Bildungsprogramme der Europäischen Union unter dem Namen Erasmus+ zusammengefasst. Eine wichtige Komponente in der Internationalisierung von Hochschulen ist der Aufbau und die Umsetzung gemeinsamer strategischer Partnerschaften und Kooperationsprojekte. Zur Förderung von Innovation und für den Aufbau von länderübergreifenden Hochschulkooperationen, Modernisierung von Hochschulen und Hochschulsystemen bietet Erasmus+ verschiedene Instrumente an.


TUHH - Public Relations Office
Jasmine Ait-Djoudi
E-Mail: jasmine.ait-djoudi@tuhh.de
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